Mechanische und chemische Verankerungen im Hochhausbau
Beim Olszynki Park im polnischen Rzeszów wurden mechanische und chemische Befestigungssysteme von fischer eingesetzt. In Stahlbeton kamen Bolzenanker FAZ II Plus zum Einsatz, in Porenbeton der Injektionsmörtel FIS V Plus. Zu den beschriebenen Befestigungsaufgaben gehört die Verankerung der Fassadenunterkonstruktion.
Das Wohnhochhaus erreicht einschließlich seiner aufgesetzten Turm- und Mastkonstruktion eine Gesamthöhe von 220,67 Metern. Bis zum Dach sind es rund 161 Meter.
Windlasten als Aufgabe für die Fassadenbefestigung
Bei der Fassadenplanung spielen Druck- und Sogkräfte aus Wind eine Rolle. Die Befestigungen verbinden die Fassadenunterkonstruktion mit dem Baukörper und müssen die für den jeweiligen Einbauort ermittelten Lasten aufnehmen. Beim Olszynki Park kamen dabei unterschiedliche Verankerungsgründe und Befestigungssysteme zusammen.
Das am Bau beteiligte Unternehmen Reconal erhielt technische Unterstützung von fischer. Die Zusammenarbeit umfasste Montagefragen und die Zuarbeit bei technischen Berechnungen.

Bolzenanker FAZ II Plus für Stahlbeton
Für Befestigungen in den Stahlbetonbereichen wurden FAZ II Plus verwendet. Die Bolzenanker arbeiten mit einem mechanischen Spreizmechanismus. Nach ordnungsgemäßer Montage können sie ohne eine Aushärtezeit belastet werden.
Die Auswahl der Ausführung und die Bemessung richten sich nach dem Untergrund, den aufzunehmenden Lasten und den Bedingungen der jeweils einschlägigen Europäischen Technischen Bewertung (ETA).
Injektionsmörtel FIS V Plus für Porenbeton
In den Porenbetonbereichen kam FIS V Plus zum Einsatz. Der Zweikomponenten-Injektionsmörtel stellt nach dem Aushärten einen Verbund zwischen Befestigungselement und Bohrlochwand her. Die Verankerung erfolgt ohne den für Spreizanker charakteristischen Spreizmechanismus.
Die Produktunterlagen führen Porenbeton als zugelassenen Verankerungsgrund auf. Für die konkrete Anwendung gelten die Vorgaben der zugehörigen Systembewertung und Montageanleitung. Dazu gehören die zugelassenen Systemkomponenten, die Bohrlochherstellung und -reinigung sowie die einzuhaltenden Aushärtezeiten.

FAQ
Welche Befestigungssysteme wurden beim Olszynki Park eingesetzt?
In Stahlbeton kamen Bolzenanker FAZ II Plus zum Einsatz. Für Befestigungen in Porenbeton wurde der Injektionsmörtel FIS V Plus verwendet.
Wie unterscheiden sich die beiden Verankerungsprinzipien?
FAZ II Plus arbeitet mit einem mechanischen Spreizmechanismus. FIS V Plus verbindet das Befestigungselement nach dem Aushärten des Mörtels mit der Bohrlochwand.
Was bedeutet die Höhenangabe von 220,67 Metern?
Sie schließt die aufgesetzte Turm- und Mastkonstruktion ein. Die Höhe bis zum Dach beträgt rund 161 Meter.
Lassen sich die Befestigungen unverändert auf andere Projekte übertragen?
Die Eignung ist für den jeweiligen Untergrund, die Lasten und die Einbaubedingungen zu prüfen. Maßgeblich sind die zugehörigen technischen Bewertungen, die Bemessung und die Montagevorgaben.







