Bruchmann Insight zur ORGATEC 2026: Vom einzelnen Arbeitsplatz zur veränderbaren Arbeitsumgebung
Bruchmann Insight Autor: Matthias F. Bruchmann | 28. Oktober 2026
Wie lässt sich ein Büro für konzentriertes Arbeiten, Besprechungen und wechselnde Teams einrichten? Der Besuch der ORGATEC 2026 in Köln zeigt, wie eng diese Aufgaben zusammenhängen: Sitzmöbel und Tische werden mit Licht, Akustik, beweglicher Raumgliederung und digitalen Buchungssystemen verbunden. Hinzu kommen neue Werkstoffaufbauten und Angebote für die weitere Nutzung vorhandener Produkte.

An den Ständen wird der Zusammenhang räumlich sichtbar. Ein Konferenztisch braucht passende Sitzmöbel und Beleuchtung. Offene Arbeitsbereiche benötigen eine akustische Gliederung. Wer Arbeitsplätze gemeinsam nutzt, muss Bildschirme einstellen, persönliche Gegenstände unterbringen und freie Räume finden können. Die Einrichtung reicht damit vom einzelnen Bauteil bis zur Organisation der Fläche.
Die Verbindung reicht von Sitzmöbeln bei Brunner, Sedus, Interstuhl und Klöber über spezialisierte Arbeitsstühle von HDseating und SIHOO bis zum Zusammenspiel von Einrichtung, Beleuchtung und Textilien bei Visplay, Zumtobel und Gerriets. Möbeltechnik, Stromversorgung, Schließfächer und Raumbuchung ergänzen die Ausstattung. PALMBERG und Interface erweitern die Betrachtung um Werkstoffentwicklung und die weitere Nutzung von Produkten.
Eine Messe für Arbeitsplätze und professionell genutzte Räume
Die ORGATEC ist eine alle zwei Jahre ausgerichtete internationale Fachmesse für Arbeitsumgebungen und die Einrichtung professionell genutzter Räume. Veranstalter ist die Koelnmesse GmbH, ideeller Träger der Industrieverband Büro und Arbeitswelt, kurz IBA. Der Termin der Ausgabe 2026: 27. bis 30. Oktober in Köln.
Für die Ausgabe 2026 nannte die Koelnmesse im Vorfeld rund 500 ausstellende Unternehmen aus etwa 40 Ländern. Das Angebot verbindet klassische Büroeinrichtung mit technischen Systemen und Lösungen für andere professionell genutzte Innenräume.
Die Gliederung in „Workspace Solutions“ und „Contract Solutions“ erklärt diese Spannweite: „Workspace Solutions“ umfasst unter anderem Büro- und Konferenzmöbel, Licht, Akustik, Medientechnik und Raum-in-Raum-Systeme. „Contract Solutions“ erweitert den Blick auf Hotels, Gastronomie, Empfangsbereiche und andere gewerblich oder öffentlich genutzte Innenräume. Die Grenzen sind durchlässig. Ein Loungesessel kann im Hotel ebenso stehen wie in einem Büro, ein Rückzugsraum in einer Verwaltung ebenso gebraucht werden wie in einer Hochschule.
Das Leitthema der Ausgabe 2026, „From rooms to relationships: designing spaces in an ever-changing world“, rückte Beziehungen zwischen Menschen und den Umgang mit Veränderung in den Mittelpunkt. Das begleitende IBA-Festival „Wherever Whenever“ verband Vorträge, Diskussionen und Workshops. Seine Themenfelder umfassten menschliche Bedürfnisse, Zusammenarbeit sowie Nachhaltigkeit, Technologie und künstliche Intelligenz. Zum Rahmenprogramm gehörten außerdem die Sonderausstellung zum Eames Pavilion System und der Innovationspreis Architektur+ Office.
Arbeitsumgebung und Organisation gehören zusammen
Wie weit die Erwartungen an die Arbeitsumgebung reichen, zeigt eine von Koelnmesse beauftragte YouGov-Befragung. Zwischen dem 1. und 7. Oktober 2026 wurden 518 Beschäftigte ohne besondere Führungsverantwortung in Deutschland online befragt. Die Ergebnisse wurden quotiert und gewichtet.
63,5 Prozent geben an, ihre konkrete Arbeitsumgebung beeinflusse die Motivation eher stark oder sehr stark. Zugleich nennen 71,2 Prozent ein höheres Gehalt als Anreiz für stärkeres Engagement. Bessere Arbeitsorganisation zählt für 31,5 Prozent zu den wichtigsten Ansatzpunkten für höhere Produktivität innerhalb der bestehenden Arbeitszeit; KI-Unterstützung nennen 8,4 Prozent.
Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Fragen und dürfen nicht zu einer gemeinsamen Rangliste vermischt werden. Sie bilden Selbsteinschätzungen ab und beweisen keinen Produktivitätsgewinn durch bestimmte Möbel. Als Korrektiv zur Messekommunikation sind sie dennoch hilfreich: Ausstattung ist ein relevanter Bestandteil der Arbeitsbedingungen. Führung, Bezahlung und Organisation bleiben eigenständige Aufgaben.
Sitzmöbel und Tische übernehmen unterschiedliche Aufgaben
Bei Brunner lässt sich der Einfluss von Hotellerie und Gastronomie besonders gut ablesen. Ein großzügiger Konferenztisch, gepolsterte Stühle, dunkle textile Raumfassungen und warme Pendelleuchten bilden eine Atmosphäre, die auch zu einem Besprechungsraum in einem Hotel passen würde. Daneben stehen offenere Sitzsituationen. Der Hersteller fasst seinen Auftritt unter „welcome. beyond work.“ zusammen.
Brunner bietet Stühle, Tische und ergänzende Möbel für Konferenzen, Lounges, Gastronomie und andere Objektbereiche. Für die ORGATEC 2026 stellte das Unternehmen zwölf Neuheiten vor. Dazu gehören das Sitzsystem session, die scoop-Familie und ray work sowie weitere Tisch- und Einrichtungslösungen. Die Präsentation verbindet damit unterschiedliche Sitzhöhen, Tischformate und Nutzungsbereiche innerhalb eines Einrichtungskonzepts.

Bürotime deckt ebenfalls ein breites Spektrum ab: Arbeitsplätze, Besprechungs- und Schulungsbereiche, Lounges, Empfang und Gastronomie. Solche Portfolios machen deutlich, dass ein Büro heute sehr unterschiedliche Nutzungen aufnehmen kann. Ob diese Vielfalt gebraucht wird, muss allerdings jedes Projekt für sich beantworten.

Sedus stellte seinen Auftritt unter das Motto „Spaces that Care – Wellbuilding for Human Nature“. Das Unternehmen verbindet Bürobestuhlung und Tischsysteme mit Stauraum, Rückzugslösungen und Planung. Das Konzept gliedert die Einrichtung in unterschiedliche, aufeinander abgestimmte Arbeitsbereiche. Die Neuheiten reichen nach Herstellerangaben von modularen Sitzbänken und kompakten Sofas bis zu Besprechungsstühlen, Kabinen und Drehstühlen.

Der Gedanke dahinter ist schlüssig: Einzelne Tätigkeiten brauchen unterschiedliche Umgebungen. Eine offene Gesprächssituation und konzentrierte Textarbeit stellen andere Anforderungen an Abschirmung, Sitzhaltung und Geräuschkulisse. Wohnlichkeit kann dabei eine Qualität sein. Als alleiniger Planungsmaßstab reicht sie nicht. Eine niedrige Sitzgruppe ersetzt keinen passend eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz.
Interstuhl verbindet Sitzmöbel mit Raumplanung
Interstuhl zeigt mit „Office is all.“ einen erweiterten Anspruch. Zum Sitzmöbelangebot kommen Kommunikationsmöbel, Raumlösungen und Dienstleistungen. Dazu gehören innerhalb der vorgestellten Markenwelt auch Beratung und digitale Leistungen. Die Einrichtung umfasst damit den individuellen Arbeitsplatz ebenso wie Bereiche für Besprechungen und informellen Austausch.

Eine konkrete Neuheit ist VEOH, gemeinsam mit Phoenix Design entwickelt. Die Kollektion umfasst Konferenz- und Drehstuhlvarianten. Interessant ist neben der Form ein konstruktives Detail: Nach Herstellerangaben erleichtert ein Schnellkopplungssystem die weitgehend werkzeuglose Montage und Demontage sowie den Austausch von Komponenten. Ob daraus im Betrieb ein wirtschaftlicher Vorteil entsteht, hängt auch von Ersatzteilangebot, Reparaturkosten und Service ab.
bimos gehört zur Interstuhl-Gruppe und konzentriert sich auf Arbeitsstühle für Produktion, Labor, Reinraum und Bereiche mit Anforderungen an den Schutz vor elektrostatischer Entladung. Damit wird ein wichtiger Unterschied sichtbar: Arbeitsplatzgestaltung endet nicht an der Bürotür. Ein Laborstuhl muss andere Bedingungen erfüllen als ein Konferenzsessel. Eine gemeinsame Designsprache kann funktionale Unterschiede nicht aufheben.
Ergonomie muss zum Menschen und zur Tätigkeit passen
HDseating führt diese Spezialisierung in eine andere Richtung. Der niederländische Anbieter unterscheidet zwischen Sitzlösungen für intensive Nutzung rund um die Uhr und solchen mit höherer Belastbarkeit. Einsatzfelder sind beispielsweise Leit- und Sicherheitszentralen. Zu den Sitzlösungen gehört das Modell Ovara.
Der Hersteller gibt für Teile des Angebots Belastbarkeiten bis 200 Kilogramm an und beschreibt unterschiedliche Einstellmöglichkeiten. Solche Werte beziehen sich auf definierte Modelle und Ausführungen. Sie dürfen nicht pauschal auf jeden Stuhl des Messestands übertragen werden. Entscheidend bleiben neben der Tragfähigkeit die passenden Abmessungen und die Eignung für die konkrete Nutzung.

SIHOO stellte den H300 Pro und den Doro C300 Pro V2 in den Mittelpunkt seiner Ankündigung zur ORGATEC 2026. Im Mittelpunkt stehen veränderbare beziehungsweise adaptive Unterstützungen für Rücken, Lendenbereich und Arme. Für die Anwendung sind die Einstellbereiche und die Abstimmung auf Körpermaße, Tätigkeit und Arbeitsplatz entscheidend.
Die Technische Regel ASR A6 zur Bildschirmarbeit betrachtet entsprechend das Zusammenwirken von Aufgabe, Raum, Arbeitsplatz, Arbeitsmitteln, Umgebung und Organisation. Ergonomie ist damit eine Eigenschaft der gesamten Arbeitssituation. Selbst ein aufwendig konstruierter Stuhl kann fehlende Bewegungsfläche, eine ungünstige Bildschirmposition oder eine ungeeignete Arbeitsorganisation nicht ausgleichen.
Klöber verändert den Aufbau des Polsters
Am Klöber-Stand lenkt ein über dem Stuhl schwebender Karton den Blick auf das Produkt. Dahinter steckt mit LOOC eine Stuhlfamilie, die der Hersteller für Büro-, Konferenz- und repräsentative Anwendungen anbietet. Unterschiedliche Rückenhöhen, Armlehnen und Untergestelle erlauben verschiedene Ausführungen.

Bemerkenswert ist der Verzicht auf PU-Schaum, den Klöber für die Polstervariante beschreibt. Das Unternehmen nennt unterschiedliche Sitzaufbauten und bietet Varianten mit Netz, Stoff oder Leder an. Zusätzliche Softpads lassen sich nach Herstellerangaben über eine verdeckte Magnetbefestigung austauschen.

Das ist ein konkreter Ansatzpunkt für eine Diskussion über Konstruktion und Nutzungsdauer. Eine ökologische Gesamtbewertung lässt sich daraus allein noch nicht ableiten. Dafür müssten unter anderem Materialmengen, Herstellung, Haltbarkeit, Reparatur und Verwertung betrachtet werden. Die interessante Frage lautet deshalb, welche Teile bei Verschleiß tatsächlich erneuert werden können – und welcher Aufwand dabei entsteht.
Räume verändern sich durch das Zusammenspiel ihrer Teile
Das Zusammenspiel mehrerer Gewerke stand beim gemeinsamen Auftritt von Visplay, Zumtobel und Gerriets unter „Make Space Smart“ im Mittelpunkt. Offene Regalsysteme mit Pflanzen, integrierte Präsentationsflächen, mobile Elemente und textile Abtrennungen gliederten die Fläche. Der Raum wird durchlässig gegliedert und bleibt in Teilen veränderbar.
Visplay entwickelt modulare Einrichtungssysteme für gewerblich genutzte Räume. Für Arbeitswelten geht es darum, Flächen zu strukturieren und unterschiedliche Funktionen aufzunehmen. Gerriets ergänzt textile Raum- und Akustiklösungen; Zumtobel bringt Beleuchtung und Lichtplanung ein. Einrichtung, Raumabschluss und Beleuchtung werden damit als Bestandteile derselben Anwendung behandelt.

Zumtobel verband die Vorstellung von LERIMA mit weiteren Lichtlösungen und der Modernisierung bestehender Leuchtensysteme. Ein solcher Blick auf den Bestand ist für die Planung mindestens ebenso relevant wie eine neue Leuchtenform. Wo geeignete Komponenten erneuert werden können, muss nicht zwangsläufig das gesamte System ersetzt werden. Die konkrete technische Machbarkeit bleibt am jeweiligen Bestand zu prüfen.
Auch textile Raumgliederung verlangt eine genaue Betrachtung. Ein Vorhang kann Sichtbeziehungen verändern und je nach Aufbau Schall absorbieren. Daraus folgt nicht automatisch eine ausreichende Abschirmung vertraulicher Gespräche. Schallabsorption innerhalb eines Raums und die Schalldämmung zwischen Bereichen sind unterschiedliche Aufgaben.
Für die Planung bedeutet das, Strom- und Datenführung, Beleuchtung und Akustik auch für veränderte Möblierungen zu berücksichtigen. Die weitere Nutzung vorhandener Elemente gehört zu diesem Zusammenhang.

Hettich macht Bewegung zum Raumkonzept
Hettich setzt mit „Adaptive Spaces. Made to adapt.“ bei der Möbeltechnik an. Der Beschlagspezialist zeigt, wie sich die Funktion von Einrichtung und Raum durch Drehen, Verschieben oder andere Bewegungen verändern lässt. Das System RoomSpin ermöglicht nach Herstellerbeschreibung unterschiedliche Nutzungssituationen auf derselben Fläche.
Zur Präsentation gehören auch Actiforce und KUHN aus dem Hettich Network. Actiforce steuert unter anderem höhenverstellbare Tischtechnik bei; beim TILT-Gestell kann zusätzlich die Neigung der Tischplatte verändert werden. KUHN ist mit Raumgliederung und dem Interieursystem LAYERS beteiligt. Am Stand werden Arbeitsplatzgestaltung und räumliche Abschirmung gemeinsam gezeigt.
Solche Lösungen können bei veränderten Aufgaben oder mehrfach genutzten Räumen sinnvoll sein. Ihre Qualität entscheidet sich jedoch im Ablauf. Ein Element muss sich sicher und mit vertretbarem Kraftaufwand bewegen lassen. Kabel dürfen die Veränderung nicht behindern, notwendige Bewegungsflächen müssen erhalten bleiben.

Stille wird zur bewusst geplanten Ressource
Nowy Styl und die seit 2019 zur Gruppe gehörende Marke Kusch+Co verbanden ihren gemeinsamen Auftritt unter „Playing with silence“ mit Akustik und unterschiedlichen Arbeitsformen. Mit Ace ergänzte Nowy Styl sein Angebot um Akustikkabinen. Hinzu kommen Paneele sowie Lösungen für Schreibtische. Kusch+Co erweitert unter anderem die Lupino-Familie um weitere Stühle und einen leichten Sessel.

Für die ORGATEC 2026 nannten die beiden Marken insgesamt 20 Produktpremieren einschließlich Erweiterungen bestehender Linien. Hinzu kommen mit use2 ein Angebot für ein zweites Produktleben und Prototypen aus dem Wettbewerb re:think. Dieser befasst sich mit Sitzmöbelkonzepten auf Basis eines einzigen Grundmaterials. Die Trennung zwischen serienverfügbaren Angeboten und experimentellen Ansätzen bleibt dabei wichtig.
Eine verglaste Einzelkabine im Rundgang veranschaulicht diese räumliche Trennung. Bei der Auswahl solcher Systeme sind die akustischen Angaben an die jeweilige Ausführung und die zugehörigen Prüfbedingungen zu binden.

Eine Kabine muss darüber hinaus im Betrieb funktionieren: mit ausreichendem Luftaustausch, passender Beleuchtung, einfacher Buchung und einer Nutzungsdauer, die zur Ausstattung passt. Die ASR A3.7 macht deutlich, dass Raumakustik anhand geeigneter Kennwerte beurteilt werden kann. Die Auswahl von Kabinen und Absorbern lässt sich dadurch auf die konkrete Nutzung des Raums beziehen.
Waldmann verbindet Arbeitsplatzlicht mit unterschiedlichen Raumnutzungen
Die Herbert Waldmann GmbH & Co. KG aus Villingen-Schwenningen entwickelt Beleuchtung für Büro-, Industrie- und Gesundheitsanwendungen. Zum Büroangebot gehören unter anderem Steh-, Tisch-, Tischaufbau- und Pendelleuchten sowie Lichtliniensysteme. Damit reicht die Ausstattung vom einzelnen Arbeitsplatz bis zu Besprechungs- und Aufenthaltsbereichen.
Unter „CHOOSE THE LIGHT.“ stellte Waldmann zur ORGATEC 2026 unterschiedliche Anforderungen an die Beleuchtung heraus: konzentriertes Arbeiten, gemeinsamer Austausch und Begegnung. Zu den vorgestellten Lösungen gehörten die Stehleuchte STRAIGHT sowie die Leuchten VIVAA.free, VIVAA.social und VIVAA.ring. Ergänzend umfasst das Angebot Tageslicht- und Präsenzsensorik, Steuerung und Lichtplanung.



Für die Büroplanung liegt die Verbindung in der jeweiligen Nutzung. Eine gezielt ausgerichtete Arbeitsplatzleuchte erfüllt eine andere Aufgabe als eine Pendelleuchte über einem Besprechungstisch oder die Beleuchtung einer offenen Aufenthaltszone. Lichtverteilung, Blendungsbegrenzung und Bedienung müssen zur Arbeitsfläche und zum Raum passen. Werden Möbel umgestellt, ist auch die Zuordnung der Beleuchtung erneut zu betrachten.
Arbeitsplatzbeleuchtung wird auf die Nutzung abgestimmt
GRAU präsentiert Arbeitsplatzbeleuchtung mit einer deutlich sichtbaren gestalterischen Handschrift. Das Angebot umfasst unterschiedliche Maßstäbe: die einzelne Arbeitsfläche ebenso wie die Beleuchtung eines ganzen Raums. Zum Angebot gehört die Team-Serie mit verschiedenen Bauformen für Einzel- und Gemeinschaftsarbeitsplätze.

Der Hersteller beschreibt direkte und indirekte Lichtanteile, dimmbare Helligkeit sowie ausstattungsabhängige Steuerungsmöglichkeiten. Für ein Projekt müssen Lichtverteilung auf der Arbeitsfläche, mögliche Reflexionen auf Bildschirmen und vorhandenes Tageslicht zusammen betrachtet werden.
Die ASR A3.4 behandelt Beleuchtung und Sichtverbindung in Arbeitsstätten. Sie liefert einen fachlichen Maßstab jenseits der gestalterischen Wirkung. Wer lediglich die Anschlussleistung oder das Aussehen vergleicht, lässt wesentliche Eigenschaften unberücksichtigt. Ebenso wichtig sind die Lichtverteilung, Blendungsbegrenzung, Bedienung und Instandhaltung.
Gerade bei flexibel genutzten Flächen sollte Lichtplanung deshalb nicht am ersten Möblierungsplan enden. Sonst lässt sich der Tisch zwar versetzen, am neuen Standort fehlt aber die geeignete Beleuchtung.
Der flexible Arbeitsplatz braucht verlässliche Anschlüsse
Die zur EMCO Group gehörende Novus Dahle GmbH bietet unter der Marke Novus Arbeitsplatzleuchten und Monitortragarme an. Bei der weiterentwickelten Clu-Serie lassen sich Höhe, Neigung und Abstand des Bildschirms einstellen. Das ist vor allem dort relevant, wo Menschen einen Arbeitsplatz abwechselnd nutzen oder unterschiedliche Bildschirmaufstellungen benötigen. Der Hersteller beschreibt zudem Rezyklat für Kunststoffteile und Änderungen an der Verpackung.

Monitorarme können Tischfläche freihalten und die Einstellung erleichtern. Vor der Auswahl müssen jedoch Monitorgewicht, Befestigung, Tischplatte und Bewegungsbereich zusammenpassen. Die Auswahl bezieht sich deshalb auf die vollständige Kombination aus Bildschirm, Tragarm und Arbeitsplatz.
Die Bachmann GmbH ergänzt diesen Blick um Strom-, Daten- und Medienanschlüsse. Zu den zur ORGATEC 2026 vorgestellten Lösungen gehören PIX UP, NANO, AERA und SIXTY. Die Bauformen adressieren unterschiedliche Situationen vom in Möbel integrierten Anschluss bis zum kompakten Arbeitsplatzmodul.

Solche Details entscheiden darüber, ob die versprochene Freiheit eines Raums praktisch nutzbar wird. Eine Sitzgruppe für kurze Abstimmungen braucht eine andere technische Ausstattung als ein dauerhaft belegter Arbeitsplatz. Schon in der Planung sollten deshalb Anschlussbedarf, Kabelführung und Austauschmöglichkeiten geklärt sein. Gute Integration zeigt sich auch daran, wie einfach eine defekte oder technisch überholte Komponente ersetzt werden kann.
Schließfächer und Buchungssysteme organisieren gemeinsame Flächen
Bei Gantner stehen elektronische Schließfachlösungen im Mittelpunkt. Der Anbieter verbindet sichere Aufbewahrung mit wechselnder Nutzung und zentraler Verwaltung. Im flexiblen Büro kann das persönliche Fach einen verlässlichen Bezugspunkt bilden, auch wenn der Schreibtisch wechselt. Ergänzend werden Zugangslösungen im Zusammenspiel mit Salto angeboten.

ROOMZ widmet sich der Suche, Buchung und Verwaltung von Räumen und Arbeitsplätzen. Das Angebot umfasst digitale Türbeschilderung, Sensorik und Auswertungen zur Flächennutzung. Ein Bestandteil des Systems ist das kabellose E-Paper-Display. Die Buchungsanzeige wird damit direkt am Raum sichtbar, ohne eine Stromleitung zum Display verlegen zu müssen.

Beide Angebote adressieren alltägliche Reibungsverluste. Beschäftigte müssen Arbeitsmittel unterbringen und verfügbare Räume finden können. Für eine gute Umsetzung reicht die technische Installation allerdings nicht. Es braucht verständliche Regeln für Buchungen, die Freigabe ungenutzter Reservierungen und den Umgang mit zurückgelassenen Gegenständen.
Condair ergänzt die Einrichtung um die Luftfeuchte
Die Condair GmbH ergänzt die Büroausstattung um die technische Regelung der Luftfeuchte. Das Unternehmen bietet Befeuchtungs- und Entfeuchtungstechnik sowie Verdunstungskühlung. Zum Angebot gehören Lösungen für die direkte Befeuchtung im Raum und die zugehörigen technischen Komponenten.
Damit erweitert sich der Blick von der Möblierung auf den Betrieb des Gebäudes. Wer über die Qualität eines Arbeitsplatzes spricht, muss auch Temperatur, Lüftung und Luftfeuchte betrachten. Ob zusätzliche Befeuchtung erforderlich und geeignet ist, hängt von den tatsächlichen Bedingungen ab.
Die BAuA weist ausdrücklich darauf hin, dass sich insbesondere für die kalte Jahreszeit aus Sicht des Gesundheitsschutzes kein allgemeiner Mindestwert der relativen Luftfeuchte in Innenräumen ableiten lässt. Pauschale Aussagen, jedes Büro müsse technisch auf einen bestimmten Feuchtebereich gebracht werden, wären deshalb zu weitgehend.
Eine seriöse Planung beginnt mit einer Bestandsaufnahme und berücksichtigt Technik, Wasserqualität, Hygiene, Wartung und Energiebedarf. Die technische Auslegung muss sich aus dem Bedarf und den Betriebsbedingungen des jeweiligen Gebäudes ergeben.

PALMBERG zeigt, wie viel Konstruktion im Material steckt
PALMBERG rückt mit CURL einen Werkstoffaufbau in den Mittelpunkt. Dünne Furnierlagen werden in einem Wickelverfahren dauerhaft zu hohlen Röhren verbunden. Die Materialausführungen umfassen Eiche, Nuss und Esche.

Aus diesem Prinzip entstehen unterschiedliche Anwendungen. Als Anwendungen stellte PALMBERG zur ORGATEC 2026 eine Stehleuchte, einen mobilen Raumtrenner und Sitzhocker vor. Die Präsentation verband große textile Leuchtenschirme mit schlanken Schäften und Raumgliederungen aus horizontal angeordneten Holzelementen. Der Designer Sascha Sartory ist an der Weiterentwicklung von CURL beteiligt.

Der Ansatz ist interessant, weil er eine vertraute Materialanmutung mit einer anderen Konstruktion verbindet. Ein hohler Aufbau kann für eine Anwendung andere Möglichkeiten eröffnen als ein massives Bauteil. Wie groß die Material- oder Gewichtsvorteile tatsächlich sind, müsste anhand vergleichbarer, funktionsgleicher Bauteile ermittelt werden.

Holz allein ist kein ausreichender Nachhaltigkeitsnachweis. Ebenso relevant sind Herkunft, Verbindungsmittel, Oberflächenbehandlung, Reparatur und spätere Verwertung. Unilin Panels ergänzt diese Perspektive mit Holzwerkstoffplatten und dekorativen Oberflächen. Hinter der sichtbaren Einrichtung stehen Entscheidungen über Trägerplatten, Beschichtungen und Verarbeitung. Sie beeinflussen die Gebrauchseigenschaften und die weitere Nutzung eines Möbels ebenso wie dessen Form.
Bodenbeläge erhalten definierte Rücknahmewege
Interface verbindet sein Angebot an Teppichfliesen, elastischen Designbelägen und nora-Kautschukböden mit Ansätzen zur weiteren Nutzung und Rücknahme. Ein konkretes Beispiel ist das Programm ReEntry.
Interface unterscheidet dabei zwischen Wiederverwendung, Recycling und einer weiteren Möglichkeit: Wenn beides nicht realisierbar ist, kommt Energierückgewinnung infrage. Diese Differenzierung ist entscheidend. Die Rücknahme eines Produkts bedeutet nicht zwangsläufig, dass sein Material wieder Bestandteil eines gleichartigen Produkts wird.

Für die Projektplanung sind Annahmebedingungen, Zustand der Beläge, Ausbau, Abholung und dokumentierter Verwertungsweg zu klären. Diese Leistungen bestimmen, wie die Rücknahme im konkreten Gebäude organisiert werden kann.
Bei modularen Bodenbelägen kann außerdem der Austausch einzelner Elemente Teil der Instandhaltungsstrategie sein. Dafür müssen passende Ersatzmengen, Pflege und spätere Verfügbarkeit mitgedacht werden. Die wirtschaftliche und ökologische Qualität entsteht über die gesamte Nutzung hinweg – vom ausgewählten Produkt bis zum Umgang mit den ausgebauten Teilen.
Nachhaltigkeit beginnt vor der Bestellung
Die wichtigste Frage einer Neubeschaffung lautet deshalb zunächst, was vom vorhandenen Bestand weitergenutzt werden kann. Das Umweltbundesamt verweist bei Möbeln ausdrücklich auf die Prüfung gebrauchter Angebote. Im Mai 2026 hat es zudem eine Hilfestellung zur Beschaffung gebrauchter und instandgesetzter Produkte am Beispiel von Möbeln veröffentlicht.
Wie verbindlich sich Anforderungen formulieren lassen, zeigt ein dort dokumentiertes Praxisbeispiel aus Stuttgart. Für eine 2024 abgeschlossene Rahmenvereinbarung über Büromöbel wurden unter anderem mindestens fünf Jahre Ersatzteilverfügbarkeit gefordert. Eine Zusage von mindestens acht Jahren wurde zusätzlich gewertet. Auch die sortenreine Trennbarkeit von mindestens 90 Prozent der Materialien war Bestandteil der Anforderungen.
Das ist ein konkretes Beschaffungsbeispiel, keine allgemeine Vorschrift für sämtliche Büromöbel. Es zeigt aber, dass sich Nachhaltigkeit in überprüfbare Kriterien übersetzen lässt. Ersatzteile, Demontage und Reparatur müssen nicht als unverbindliche Hoffnung im Angebot stehen.
Für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber lohnt sich deshalb ein Vergleich über die Nutzungszeit. Zum Kaufpreis kommen Montage, Wartung, Reparaturen, mögliche Softwaregebühren und der spätere Ausbau. Ebenso sollte feststehen, welche Leistungen eine Rücknahme tatsächlich umfasst. Ein preisgünstiges Produkt kann bei kurzer Nutzbarkeit teuer werden; ein teureres wird durch seinen Preis allein noch nicht langlebig.
VS verbindet Arbeitsräume mit Lernumgebungen
VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken verbindet Arbeits- und Lernumgebungen. „Neues Arbeiten ist neues Lernen“ lautete der Leitgedanke des Auftritts zur ORGATEC 2026. Unterschiedlich gefasste Sitzbereiche, Arbeitsflächen und integrierte Präsentationsmöglichkeiten setzen diesen Ansatz räumlich um.

Für die Arbeitswelt ist diese Verbindung interessant, weil Zusammenarbeit immer auch den Austausch von Wissen verlangt. Eine kurze Erklärung am Bildschirm, eine Schulung und die konzentrierte Bearbeitung einer neuen Aufgabe benötigen unterschiedliche räumliche Voraussetzungen. Möbel können solche Wechsel unterstützen, wenn die Umgebung verständlich und leicht nutzbar bleibt.
Damit entsteht ein Zusammenhang mit der veränderbaren Raumgliederung bei Hettich, dem modularen Aufbau bei Visplay, Rückzug und Akustik bei Nowy Styl und Kusch+Co sowie der Verbindung unterschiedlicher Arbeitsbereiche bei Sedus und Interstuhl. Der gemeinsame Maßstab bleibt die Aufgabe, die Menschen tatsächlich erledigen sollen.
Für Architekten, Innenarchitekten, Fachhandel und betriebliche Entscheider liegt darin eine anspruchsvolle Rolle. Sie müssen Angebote verschiedener Hersteller zu einer funktionierenden Arbeitsumgebung verbinden. Das verlangt mehr als eine Auswahl passender Farben: Nutzung verstehen, technische Schnittstellen klären und die spätere Instandhaltung mitplanen.
Die Anwendung führt Möbel und Technik zusammen
Eine künstlerische Ergänzung bildete die 2024 entstandene Arbeit „Yin & Yang“ von Antoine Peters. Zwei Figuren sind durch verschlungene textile Formen verbunden. Die Skulptur ergänzt das Thema menschlicher Beziehungen um eine künstlerische Perspektive.

Für die Büroplanung ergeben sich aus den vorgestellten Lösungen konkrete Schnittstellen: Ein bewegliches Raumelement braucht geeignete Beschläge und eine passende Kabelführung. Ein gemeinsam genutzter Arbeitsplatz muss sich einstellen lassen und verfügbar sein. Ein Rückzugsbereich benötigt eine auf seine Nutzung abgestimmte Akustik, Beleuchtung und Lüftung.
Für Architekten, kommunale Bauherren, Fachhandel und betriebliche Entscheider ergibt sich daraus dieselbe Aufgabe: Die einzelnen Angebote müssen zu einer nutzbaren Arbeitsumgebung zusammengefügt werden. Dabei gehören der vorhandene Bestand, die spätere Instandhaltung und mögliche Veränderungen von Anfang an zur Planung. Der Nutzen entsteht aus der Abstimmung dieser Teile auf die Menschen und die Arbeit, die dort stattfindet.
Quellen und fachliche Grundlagen
Undatierte Seiten wurden am 28. Oktober 2026 abgerufen. Technische Produktangaben stammen aus den jeweiligen Herstellerunterlagen.
- Koelnmesse: Daten und Fakten zur ORGATEC, Veranstaltungsdaten 2026.
- Koelnmesse: ORGATEC 2026: Die internationale Workspace- und Contract-Branche trifft sich in Köln, 13.10.2026.
- Koelnmesse / YouGov: Neue ORGATEC-Befragung: Das motiviert Deutschlands Arbeitnehmende, 20.10.2026. Erhebung vom 01.–07.10.2026 mit 518 Beschäftigten.
- IBA: Wherever Whenever – Work Culture Festival, Programm 2026; Koelnmesse: Eventhighlights der ORGATEC 2026, 01.10.2026.
- Brunner: Brunner auf der ORGATEC 2026, 31.07.2026; Orgatec News 2026.
- Bürotime: Produktportfolio und Messeauftritt 2026.
- Susan Weston / Sedus: More Than Just an Exhibition Stand: How Sedus Is Opening Up New Perspectives on the World of Work at ORGATEC, 26.10.2026, Unternehmensinterview mit Ernst Holzapfel.
- Interstuhl: INTERSTUHL. OFFICE IS ALL., 27.10.2026; VEOH, 27.10.2026.
- bimos: Arbeitsstühle für Produktion, ESD, Reinraum und Labor.
- HDseating: 24-Hour Seating und Heavy-Duty Seating.
- SIHOO: Long Hours, Changing Postures: Sihoo to Showcase Next-Generation Ergonomic Office Chairs at ORGATEC 2026, 29.09.2026, Unternehmensmitteilung über GlobeNewswire.
- Klöber: LOOC und ORGATEC 2026.
- Visplay: Visplay auf der ORGATEC 2026.
- Zumtobel: ORGATEC 2026: Ein Arbeitsbereich, viele Möglichkeiten, 10.09.2026; Gerriets: Unternehmens- und Messeinformationen.
- Hettich: ORGATEC 2026: Adaptive Spaces mit Hettich, 13.10.2026; Messekonzept mit Actiforce und KUHN.
- Nowy Styl / Kusch+Co: ORGATEC 2026 – Playing with silence und Presseinformation zu den Einrichtungslösungen, Oktober 2026.
- GRAU: Team-Serie.
- Novus: Die Novus Clu und Clu Plus Monitortragarme weiterentwickelt, 2026; Novus Dahle, Unternehmensankündigungen zur ORGATEC 2026.
- Bachmann: Empowering Spaces to Connect – ORGATEC 2026.
- Gantner: ORGATEC 2026; Unternehmensmeldungen, Messekommunikation zum Zusammenspiel mit Salto.
- ROOMZ: Workspace-Management, Besprechungsräume und Flex Office.
- Condair: Luftbefeuchtung, Entfeuchtung und Verdunstungskühlung sowie Messen und Veranstaltungen.
- PALMBERG: Messeauftritt 2026; Unternehmensbeitrag zu CURL und den ersten Anwendungen, zum ersten Messetag 2026.
- Unilin Panels: Holzwerkstoffe und dekorative Oberflächen.
- Interface: ReEntry – Recycling und Wiederverwendung und Produktportfolio und FAQ.
- VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken: Messeauftritt ORGATEC 2026.
- Ausschuss für Arbeitsstätten / BAuA: ASR A6 Bildschirmarbeit, Ausgabe Juli 2024; ASR A3.4 Beleuchtung und Sichtverbindung, Ausgabe Mai 2023; ASR A3.7 Lärm, Ausgabe März 2021.
- BAuA: Handbuch Gefährdungsbeurteilung – Klima.
- Umweltbundesamt: Möbel und Lattenroste aus Holz und Holzwerkstoffen, 21.06.2023; Beschaffung gebrauchter und instandgesetzter Möbel, 05.05.2026.
- Umweltbundesamt: Landeshauptstadt Stuttgart: Beschaffung von Büromöbeln, aktualisiert am 24.03.2025.
- Matthias F. Bruchmann / Verlag Bruchmann: Eigene Messeaufnahmen vom 28.10.2026, einschließlich Werkangaben zu Antoine Peters, „Yin & Yang“, 2024.
- Herbert Waldmann GmbH & Co. KG: Waldmann auf der ORGATEC 2026 – CHOOSE THE LIGHT..
- EMCO Group: About us, Unternehmensstruktur mit Novus Dahle.
- Kusch+Co: About us, Zugehörigkeit zu Nowy Styl seit 2019.
FAQ
Welchen Zeitraum und welche Themen umfasst die ORGATEC 2026?
Die Ausgabe 2026 umfasst den Zeitraum vom 27. bis 30. Oktober in Köln. Die alle zwei Jahre ausgerichtete Fachmesse behandelt Arbeitsumgebungen und die Einrichtung professionell genutzter Räume.
Welche Themen behandelt die ORGATEC?
Das Angebot umfasst die Einrichtung von Arbeitswelten und professionell genutzten Räumen. Dazu gehören unter anderem Möbel, Akustik, Licht, Medientechnik, Raumgliederung sowie digitale Lösungen für die Nutzung von Arbeitsplätzen und Räumen.
Was bedeutet das Leitthema „From rooms to relationships“?
Es richtet den Blick auf Menschen, ihre Beziehungen innerhalb von Arbeits- und Objekträumen und die Frage, wie sich solche Räume bei veränderten Anforderungen weiterentwickeln lassen.
Was ist bei flexiblen Bürokonzepten besonders wichtig?
Arbeitsaufgaben, Konzentration, Zusammenarbeit, technische Ausstattung und einfache Bedienung müssen zusammenpassen. Veränderbare Möbel allein ergeben noch kein funktionierendes Nutzungskonzept.
Woran lassen sich Nachhaltigkeitsversprechen für Büromöbel prüfen?
An konkret zugesagter Ersatzteilversorgung, Reparatur- und Demontagemöglichkeiten, nachvollziehbaren Materialangaben und definierten Rücknahmebedingungen. Wiederverwendung, stoffliches Recycling und Energierückgewinnung sind unterschiedliche Wege.
Welche Rolle übernimmt die vorhandene Einrichtung?
Der Bestand ist Ausgangspunkt der Planung. Geeignete Möbel und technische Systeme können weitergenutzt, ergänzt oder instand gesetzt werden. Erst danach lässt sich bestimmen, welche Neuanschaffungen erforderlich sind.







