FINEO Heritage-Verglasung: Baudenkmal Flughafen Bromma energetisch modernisiert

Flughafen Bromma: Baudenkmal der schwedischen Moderne mit FINEO Vakuumglas energetisch modernisiert

Stockholm, März 2026. Der Flughafen Bromma liegt nur wenige Kilometer vom Stockholmer Stadtzentrum entfernt und wirkt in vielerlei Hinsicht wie eine Zeitkapsel. Seine authentische Bausubstanz aus den 1930er Jahren, das kompakte Terminal und die kurzen Fußwege vom Vorfeld zu den Maschinen erinnern noch heute an die Exklusivität jener goldenen Ära der Propellerflugzeuge.

 

Glastausch mit FINEO Vakuumisolierglas bewahrt die originale Stahlkonstruktion

Die beiden prägenden Hauptgebäude, entworfen von Architekt Paul Hedqvist, stehen seit dem Jahr 2000 unter Denkmalschutz als herausragende Beispiele des schwedischen Funktionalismus. Das 1935 errichtete Terminal Stationsbyggnaden wurde zwischen 2023 und 2025 umfassend modernisiert. Dabei galt es, die filigrane Stahl-Glas-Konstruktion mit ihren charakteristischen Fensterbändern zu erhalten und zugleich den heutigen Anforderungen an Komfort und Energieeffizienz gerecht zu werden. Die ehemals einfache Verglasung aus den 1950er Jahren wurde daher durch moderne FINEO Vakuumverglasung ersetzt. Insgesamt wurden auf rund 850 Quadratmetern Fassadenfläche 1.270 Glaselemente im Format 1.100 × 750 Millimeter ausgetauscht.

Bei seiner Eröffnung im Jahr 1936 zählte Bromma zu den modernsten Flughäfen Europas und war der erste mit einer vollständig betonierten Start- und Landebahn. Hedqvist übertrug die Maxime der klassischen Moderne „Form follows function“ auf die Architektur: klare Volumen, horizontale Gliederung, großflächige Verglasungen und bewusster Verzicht auf Ornamente. Bis zur Fertigstellung des internationalen Flughafens Arlanda im Jahr 1962 blieb Bromma das schwedische Tor zur Welt.

Sanierungsarbeiten an der Stahl-Glas-Fassade des Terminals Bromma Stockholm.

Denkmalschutz stellte die Sanierung vor besondere Herausforderungen

Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung war die Stahl-Glas-Konstruktion dringend sanierungsbedürftig. Feuchtigkeitseintritt, Korrosion der Stahlprofile und Glasschäden kennzeichneten ihren Zustand. Ursache waren unter anderem Holzklötze unter den Innenfenstern, die Wasseransammlungen begünstigten, sowie der porös gewordene, auf Leinöl basierende Originalkitt. „Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, waren bauliche Veränderungen an den Stahlprofilen ausgeschlossen. Sämtliche Arbeiten mussten sich exakt an den vorgegebenen Referenzbildern und Bestandszeichnungen orientieren“, so Thomas Sjödin, Projektleiter bei Ryds Glas Stockholm, dem für die Fenstersanierung verantwortlichen Unternehmen.

Eine Dreifachverglasung hätte etwa 35 bis 40 Millimeter Dicke gemessen und die historischen Profile überfordert. Daher kam die speziell für Denkmalschutzprojekte entwickelte FINEO Heritage-Serie zum Einsatz. „Die schmalen FINEO Glaseinheiten passten perfekt in die filigranen Bestandsrahmen. Sie erfüllen die denkmalpflegerischen Anforderungen, denn sie bilden die optischen Eigenschaften und die Struktur des historischen Glases präzise nach“, fährt Sjödin fort.

Die leicht unregelmäßige Oberflächenstruktur sowie die charakteristische Reflexion entsprechen exakt dem Erscheinungsbild der Scheiben aus den 1950er Jahren. Erreicht wurde dies durch Auflaminieren eines vier Millimeter starken Restaurierungsglases von SCHOTT auf 9,5 Millimeter starkes „FINEO 10″ – was einer Gesamtdicke von nur 13,5 Millimetern entspricht. Die Isolierglaseinheiten bestehen aus zwei Scheiben extra klarem Clearvision Glas von AGC mit besonders hoher Lichtdurchlässigkeit.

Detailansicht der erneuerten Glasfassade des Terminals Bromma Stockholm.

U-Wert von 0,7 W/m²K bei nur 13,5 mm Einbaudicke

Neben der optischen Authentizität war die energetische Leistung entscheidend. „Bereits ab einer Mindestdicke von 6,7 Millimetern erreicht FINEO U-Werte von 0,7 W/m²K, die sonst nur mit Dreifachverglasungen möglich sind“, erklärt Roland Skomda, Vertriebsleiter DACH für FINEO by AGC. „Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die energetische Ertüchtigung sensibler Bestandsgebäude.“

Das Funktionsprinzip: Ein 0,1 Millimeter dünner Vakuumraum zwischen zwei Glasscheiben bildet das Herzstück. Anders als bei konventionellen Vakuumgläsern gibt es keine Evakuierungsöffnung, der Glasrand wird hermetisch verschmolzen. Das garantiert dauerhafte Dichtigkeit ohne Wartung, bessere Durchsicht und bewahrt den filigranen historischen Charakter der Glasfassade.

Dank der stärkeren Glasdicken blieb die Statik auch bei den großformatigen Fensterbändern der Abflughalle gewährleistet, ohne dass die vorhandenen Stahlprofile angepasst werden mussten. Anforderungen an Sonnen-, UV- und Schallschutz ließen sich ebenfalls integrieren, ohne die historische Erscheinung der Fassade zu beeinträchtigen.

Flughafen Bromma – Stahl-Glas-Konstruktion mit FINEO Heritage-Serie nach der Modernisierung.

Sanierung und Glastausch unter laufendem Flughafenbetrieb

Die Sanierung begann mit der vollständigen Entrostung der bestehenden Profile, anschließend wurden diese mit einer speziellen Korrosionsschutzfarbe neu beschichtet. Insgesamt entfernte das Team von Ryds Glas mehr als 3.500 verrostete Schrauben, die durch neue Edelstahlschrauben ersetzt wurden. Da die Fassade unmittelbar an die Start- und Landebahn grenzt, konnte kein Kran eingesetzt werden. Sämtliche Scheiben mussten per Seilwinde oder von Hand in die Konstruktion gehoben werden.

Die FINEO Heritage-Serie entstand in enger Zusammenarbeit mit führenden Anbietern von Restaurierungsgläsern, die im traditionellen Fourcault-Verfahren hergestellt werden. Mit fünf Glasarten lassen sich die typischen Verglasungen der Epochen von 1880 bis heute abbilden.

Bromma Stockholm Airport – Glasfassade mit FINEO Vakuumverglasung nach Fertigstellung.

Nachhaltigkeit: ohne Edelgase, mit extern verifizierter EPD

Vakuumglas kommt ohne Edelgase aus und benötigt durch seinen schlanken Aufbau deutlich weniger Material als herkömmliche Zwei- oder Dreifachverglasungen. AGC ist der erste Hersteller, der für FINEO sowohl die CE-Kennzeichnung als auch die allgemeine Bauartgenehmigung des DIBt erhalten hat. FINEO ist zudem das erste und einzige Vakuum-Isolierglasprodukt mit einer extern überprüften EPD und erreicht in der Low-Carbon-Variante einen Wert von 18,9 kg CO₂-Äquivalent pro Quadratmeter. Langzeittests belegen eine thermische und akustische Leistungsfähigkeit von mehr als sechzig Jahren.

„Beispiele wie die Sanierung in Stockholm zeigen, dass sich historische Gebäude mit dieser Technologie energetisch deutlich verbessern lassen, ohne ihren Charakter zu verlieren“, so Clément Lemoine, Product and Market Manager bei FINEO by AGC.

 
Weitere Informationen: www.fineoglass.eu

Unternehmensprofil Zum Firmenprofil
Unternehmen FINEO
Fachbereich Architekten & Planer
Teilen:
Die vorstehenden Inhalte basieren auf Informationen des jeweiligen Herstellers bzw. Unternehmens und wurden im Rahmen seiner Pressearbeit zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit sowie für Aussagen zu Produkten, technischen Eigenschaften, Leistungsangaben oder Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten ist ausschließlich der jeweilige Anbieter verantwortlich. Redaktionelle Bearbeitungen durch das Presseportal Bruchmann – etwa zur sprachlichen Strukturierung, Kürzung oder technischen Aufbereitung für digitale Veröffentlichungen, ändern nichts an der inhaltlichen Verantwortung des Herstellers.
Bild von Verlag Bruchmann
Verlag Bruchmann

Ihr Fachverlag für Architektur/Planung, Kommunen, Handwerk, Lifestyle und weitere Themen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.