Monumentales Samurai-Kunstwerk entsteht durch Hochdruckreinigung
Ashikaga (Japan) / Winnenden, 2026 – Auf der Staumauer des Matsudagawa-Staudamms in der japanischen Stadt Ashikaga entsteht derzeit ein außergewöhnliches Kunstprojekt: Der Künstler Klaus Dauven realisiert gemeinsam mit dem Reinigungsspezialisten Kärcher ein großformatiges Reverse-Graffiti-Kunstwerk. Auf der 56 Meter hohen und 228 Meter breiten Betonwand entstehen vier historische Samurai-Porträts – nicht mit Farbe, sondern ausschließlich durch gezielte Reinigung der Oberfläche.

Reverse Graffiti macht Patina zur Leinwand
Reverse Graffiti ist eine Kunsttechnik, bei der verschmutzte Oberflächen gezielt gereinigt werden. Durch den Kontrast zwischen gereinigten und ungereinigten Bereichen entstehen großformatige Motive – ganz ohne Farbe oder zusätzliche Beschichtungen.
Für das aktuelle Projekt wird die über Jahrzehnte entstandene Patina aus Moosen und Flechten stellenweise entfernt. So verwandelt sich die Staumauer Schritt für Schritt in eine monumentale Bildfläche, auf der historische Samurai-Porträts sichtbar werden.
Rückkehr an einen besonderen Ort
Für Klaus Dauven besitzt das Projekt eine besondere Bedeutung. Bereits im Jahr 2008 realisierte er gemeinsam mit Kärcher am Matsudagawa-Staudamm sein erstes Reverse-Graffiti-Projekt außerhalb Deutschlands. Nun kehrt er nach 18 Jahren an denselben Ort zurück.
Als Vorlage dienen rund 150 Jahre alte Fotografien von Samurai. Die Motive greifen die Geschichte der Region Ashikaga auf, in der die Samurai-Tradition tief verwurzelt ist.
„Mein Verhältnis zu dem Matsudagawa Dam ist ein Besonderes: Dort habe ich gemeinsam mit Kärcher im Jahr 2008 mein erstes Staumauer-Reverse-Graffiti im Ausland realisiert. Jetzt, 18 Jahre später, sind wir wieder zurückgekehrt, um den Staudamm erneut zu verwandeln. Als Motiv habe ich vier Porträts von Samurai ausgewählt, die ich von etwa 150 Jahre alten Fotos abgezeichnet habe. Sie beziehen sich auf die historische Tradition der Samurai, die in der nahegelegenen Stadt Ashikaga tief verwurzelt ist. Gleichzeitig faszinieren mich ihre Ausstrahlung und ihr Gesichtsausdruck, die von großer Menschlichkeit geprägt sind“, erklärt Klaus Dauven.

Präzisionsarbeit am Seil
Die Umsetzung des Kunstwerks erfolgt in schwindelerregender Höhe. Kärcher hat dafür ein Team aus Spezialisten aus Deutschland zusammengestellt. Unter der Leitung von Projektmanager Nick Heyden arbeiten Seilzugangstechniker und Vermessungstechniker eng mit dem Künstler zusammen, um das Motiv millimetergenau auf die Staumauer zu übertragen.
Die Reinigung erfolgt ausschließlich mechanisch mit Wasser und Hochdruck. Chemische Reinigungsmittel kommen nicht zum Einsatz.

Ressourcenschonendes Verfahren
Für das Reverse Graffiti wird Wasser direkt aus dem Stausee verwendet. Nach Abschluss der Arbeiten fließt es am Fuß des Damms wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Dadurch bleibt die Umweltbelastung gering und Ressourcen werden geschont.

Über den Künstler
Klaus Dauven wurde 1966 in Düren geboren und spezialisierte sich nach seinem Kunststudium auf Zeichnungen. Seit 1997 arbeitet er mit der Reverse-Graffiti-Technik und schafft vergängliche Kunstwerke auf Staumauern in verschiedenen Ländern. Gemeinsam mit Kärcher hat er bislang acht Projekte auf Staudämmen in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Japan und Südkorea realisiert.
Was ist Reverse Graffiti?
Reverse Graffiti ist eine Kunsttechnik, bei der verschmutzte Oberflächen gezielt gereinigt werden. Das Motiv entsteht durch den Kontrast zwischen gereinigten und ungereinigten Bereichen – ganz ohne Farbe oder zusätzliche Beschichtungen.
Wo entsteht das Reverse-Graffiti-Kunstwerk?
Das Kunstwerk wird auf der Staumauer des Matsudagawa-Staudamms in Ashikaga in Japan realisiert. Die Betonwand ist 56 Meter hoch und 228 Meter breit und dient als Leinwand für das monumentale Motiv.
Wer ist der Künstler Klaus Dauven?
Klaus Dauven ist ein deutscher Künstler aus Düren, der sich auf Reverse Graffiti spezialisiert hat. Seit 1997 schafft er vergängliche Kunstwerke auf Staumauern und anderen großflächigen Bauwerken im In- und Ausland.
Warum wurden Samurai als Motiv gewählt?
Die vier Porträts basieren auf rund 150 Jahre alten historischen Fotografien. Sie greifen die Samurai-Tradition der Region Ashikaga auf und würdigen deren kulturelle und historische Bedeutung.
Wie entsteht das Kunstwerk auf der Staumauer?
Das Motiv wird nicht aufgemalt, sondern durch gezielte Hochdruckreinigung erzeugt. Dabei entfernen Spezialisten die über Jahre entstandene Patina aus Moosen und Flechten, sodass das Bild allein durch den Helligkeitskontrast sichtbar wird.
Werden bei dem Projekt chemische Reinigungsmittel eingesetzt?
Nein. Die Reinigung erfolgt ausschließlich mit Wasser und Hochdruck. Auf chemische Zusätze wird vollständig verzichtet.
Woher stammt das Wasser für die Reinigung?
Das Wasser wird direkt aus dem Stausee entnommen und nach Abschluss der Arbeiten am Fuß des Damms wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.
Welche Rolle übernimmt Kärcher bei dem Projekt?
Kärcher stellt die Hochdruckreinigungstechnik sowie ein Team aus Projektmanagern, Seilzugangstechnikern und Vermessungstechnikern bereit und unterstützt die Umsetzung des Kunstwerks gemeinsam mit Klaus Dauven.
Warum kehrt Klaus Dauven an den Matsudagawa-Staudamm zurück?
Bereits im Jahr 2008 realisierte Klaus Dauven gemeinsam mit Kärcher an diesem Staudamm sein erstes Reverse-Graffiti-Projekt außerhalb Deutschlands. Mit dem aktuellen Kunstwerk kehrt er nach 18 Jahren an diesen besonderen Ort zurück.
In welchen Ländern hat Klaus Dauven bereits Reverse-Graffiti-Projekte umgesetzt?
Gemeinsam mit Kärcher entstanden bislang Reverse-Graffiti-Kunstwerke auf Staumauern in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Japan und Südkorea.







