Rotor-Zwangslüfter von Fleck im Praxiseinsatz auf Pultdach

Neue Rotor-Zwangslüfter von Fleck sollen Feuchtigkeit aus flach geneigten Dachkonstruktionen ableiten. Ein Praxisbericht vom Austausch bestehender Dachlüfter auf einem Pultdach.

Aktive Dachentlüftung auf dem Prüfstand. Feuchtigkeit raus aus dem Flachdach

Dachdecker Georg Müller aus Wuppertal installiert neuen Zwangslüfter mit Rotor von Fleck GmbH auf flach geneigtem Pultdach

Feuchtigkeit in Flachdach- und flach geneigten Dachkonstruktionen zählt zu den häufigsten Ursachen für langfristige Bauschäden. Besonders kritisch sind Dachaufbauten mit geringer Luftzirkulation, nachträglicher Dämmung oder dauerhaft erhöhter Feuchtigkeitsbelastung.

Auf einem Pultdach mit lediglich fünf Grad Dachneigung wird deshalb derzeit ein neues aktives Lüftungssystem installiert: der windgetriebene Zwangslüfter mit Rotor von Fleck GmbH. Die Arbeiten führt der Wuppertaler Dachdeckerbetrieb Georg Müller Dachdeckermeister aus.

Dabei werden vorhandene einfache Dachlüfter gegen das neue Rotorsystem ausgetauscht.

Georg Müller Dachdeckermeister installiert auf einem flach geneigten Pultdach die neuen Rotor-Zwangslüfter von Fleck GmbH. Die windgetriebenen Lüfter sollen die Entlüftung feuchteanfälliger Dachkonstruktionen verbessern. Foto: Verlag Bruchmann
Georg Müller Dachdeckermeister installiert auf einem flach geneigten Pultdach die neuen Rotor-Zwangslüfter von Fleck GmbH. Die windgetriebenen Lüfter sollen die Entlüftung feuchteanfälliger Dachkonstruktionen verbessern. Foto: Verlag Bruchmann

„Für uns als Dachdecker ist spannend, dass der Rotorlüfter rein mechanisch arbeitet und trotzdem aktiv Unterdruck erzeugt. Wenn sich das in der Praxis so bewährt wie erwartet, ist das für kritische Bestandsdächer eine interessante Alternative zu rein passiven Lüftern.“
Georg Müller, Dachdeckermeister

Herausforderung bei flachen Dachneigungen

Die Besonderheit des Projekts liegt in der sehr flachen Dachgeometrie. Bei Pultdächern mit geringer Neigung ist die natürliche Luftbewegung innerhalb der Dachkonstruktion oft eingeschränkt. Klassische passive Lüfter stoßen hier an Grenzen, weil thermischer Auftrieb und Windströmungen häufig nicht ausreichen, um Feuchtigkeit dauerhaft aus dem Dachaufbau abzuführen.

Genau an diesem Punkt setzt das neue System von Fleck an. Der Rotor erzeugt aktiv einen Unterdruck und unterstützt dadurch die kontinuierliche Entlüftung des Dachaufbaus.

Die bisherigen passiven Dachlüfter auf dem flach geneigten Pultdach werden durch neue windgetriebene Rotor-Zwangslüfter von Fleck GmbH ersetzt. Ziel ist eine verbesserte Entlüftung des Dachaufbaus und die Reduzierung von Feuchtigkeit. Foto: Verlag Bruchmann
Die bisherigen passiven Dachlüfter auf dem flach geneigten Pultdach werden durch neue windgetriebene Rotor-Zwangslüfter von Fleck GmbH ersetzt. Ziel ist eine verbesserte Entlüftung des Dachaufbaus und die Reduzierung von Feuchtigkeit. Foto: Verlag Bruchmann
Bild: Fleck

Windgetrieben und ohne Stromversorgung

Das System arbeitet vollständig ohne elektrische Energie. Bereits ab etwa 1 m/s Windgeschwindigkeit beginnt sich der Rotor zu drehen. Durch die Rotation entsteht im Lüfterrohr ein Unterdruck, der feuchte Luft aus der Dachkonstruktion absaugt und nach außen transportiert.

Im Unterschied zu rein passiven Lüftern erfolgt die Entlüftung damit aktiv und kontinuierlich. Gleichzeitig soll eine Rückströmung der Luft verhindert werden.

Nach Angaben des Herstellers eignet sich das System insbesondere für:

  • Kaltdächer mit unzureichender Belüftung
  • nachträglich gedämmte Dachkonstruktionen
  • feuchteanfällige Flachdächer
  • Dachaufbauten mit erhöhter Feuchtigkeitsbelastung

Austausch vorhandener Lüfter

Da auf dem Dach bereits Lüfter installiert waren, können die vorhandenen Dachdurchdringungen weiter genutzt werden. Zusätzliche Öffnungen in der Dachfläche sind deshalb nicht erforderlich.

Dennoch verlangt der Austausch handwerkliche Präzision. Entscheidend ist die fachgerechte Einbindung der neuen Rotorlüfter in die bestehende Abdichtungsebene sowie die Abstimmung auf den vorhandenen Dachaufbau und das bestehende Lüftungskonzept.

Gerade bei flach geneigten Dächern spielen Positionierung und Anzahl der Lüfter eine wichtige Rolle für die Wirksamkeit der Entlüftung.

Vorher-Nachher-Vergleich auf dem fünf Grad geneigten Pultdach: Die bisherigen passiven Dachlüfter (vorn) werden schrittweise durch neue windgetriebene Rotor-Zwangslüfter von Fleck GmbH ersetzt. Die neuen Systeme sollen die aktive Entlüftung des Dachaufbaus verbessern und Feuchtigkeit effizienter abführen. Fotos: Verlag Bruchmann

Technik und Materialien

Die Zwangslüfter werden in DN-125-Ausführung eingesetzt. Verfügbar sind unterschiedliche Anschlussvarianten für verschiedene Dachabdichtungen, darunter Bitumen-Schweißbahnen sowie Kunststoff- und Elastomer-Dachbahnen.

Der Rotor besteht aus witterungsbeständigem Polypropylen (PP). Schaft und Lager sind aus rostfreiem Stahl gefertigt. Optional bietet Fleck GmbH einen Kondenswasserabscheider an, der Rücklauf im Lüfterrohr verhindern soll.

Nach Herstellerangaben arbeitet das System geräuscharm und eignet sich damit auch für Wohngebäude.

Einschätzung aus der Praxis

Interessant ist das Konzept vor allem wegen seines rein mechanischen Funktionsprinzips. Im Gegensatz zu elektrisch betriebenen Lüftungssystemen entstehen weder zusätzliche Energiekosten noch Wartungsaufwand für Motoren oder Steuerungstechnik.

Ob die aktive Entlüftung im konkreten Objekt langfristig eine deutlich schnellere Rücktrocknung erreicht als klassische passive Systeme, wird sich allerdings erst im Betrieb zeigen. Entscheidend bleiben Faktoren wie die tatsächliche Feuchtebelastung, die Luftdichtheit des Dachaufbaus, die Anordnung der Lüfter sowie die örtlichen Windverhältnisse.

Der technische Ansatz erscheint insbesondere bei kritischen Bestandsdächern nachvollziehbar, bei denen passive Lüftungslösungen bislang nur eingeschränkt wirken.

Fazit

Mit den neuen Rotor-Zwangslüftern von Fleck GmbH verfügt das flach geneigte Pultdach jetzt über ein modernes aktives Entlüftungssystem. Die windgetriebenen Lüfter sollen Feuchtigkeit kontinuierlich aus dem Dachaufbau abführen und die Luftzirkulation deutlich verbessern. Gerade bei anspruchsvollen Flachdachkonstruktionen zeigt das System, wie sich technische Einfachheit und funktionale Dachentlüftung sinnvoll verbinden lassen. Foto: Verlag Bruchmann


FAQ: Rotor-Zwangslüfter für Flachdächer

Warum werden die alten Dachlüfter ersetzt?

Die bisherigen passiven Lüfter sollen durch aktive Rotor-Zwangslüfter ersetzt werden, um die Entlüftung des Dachaufbaus zu verbessern. Besonders bei flach geneigten Dächern kann Feuchtigkeit nur eingeschränkt abgeführt werden.

Wie funktioniert ein Rotor-Zwangslüfter?

Der Lüfter nutzt Windenergie. Bereits bei geringer Luftbewegung beginnt sich der Rotor zu drehen und erzeugt einen Unterdruck im Lüfterrohr. Dadurch wird feuchte Luft aus dem Dachaufbau abgesaugt und nach außen transportiert.

Benötigt das System Strom?

Nein. Das System arbeitet vollständig windgetrieben und benötigt keine externe Stromversorgung.

Warum ist Feuchtigkeit im Dach problematisch?

Bleibt Feuchtigkeit dauerhaft im Dachaufbau, können Dämmstoffe an Wirkung verlieren und langfristig Schäden an Konstruktion und Abdichtung entstehen.

Für welche Dächer eignet sich das System?

Nach Herstellerangaben eignet sich das System insbesondere für:

  • Flachdächer
  • flach geneigte Pultdächer
  • Kaltdächer
  • nachträglich gedämmte Dachkonstruktionen
  • feuchteanfällige Bestandsdächer

Müssen neue Öffnungen im Dach geschaffen werden?

Nein. Im aktuellen Projekt werden vorhandene Dachdurchdringungen weiter genutzt. Die bestehenden Lüfter werden lediglich gegen die neuen Rotor-Zwangslüfter ausgetauscht.

Welche Vorteile bietet das System gegenüber passiven Lüftern?

Durch die aktive Unterdruckerzeugung kann die Entlüftung kontinuierlicher erfolgen als bei klassischen passiven Lüftern. Besonders bei ungünstigen Belüftungsverhältnissen kann das Vorteile bringen.

Gibt es bereits Langzeiterfahrungen?

Wie stark die Rücktrocknung im konkreten Dachaufbau verbessert wird, hängt immer von der jeweiligen Konstruktion, der Feuchtebelastung und den örtlichen Bedingungen ab. Langfristige Praxiserfahrungen sind daher entscheidend.

Wer führt die Arbeiten aus?

Die Montage übernimmt Georg Müller Dachdeckermeister.

Wer ist der Hersteller?

Hersteller des Systems ist die Fleck GmbH.

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Unternehmen Fleck GmbH
Fachbereich Fachhandwerker
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Die vorstehenden Inhalte basieren auf Informationen des jeweiligen Herstellers bzw. Unternehmens und wurden im Rahmen seiner Pressearbeit zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit sowie für Aussagen zu Produkten, technischen Eigenschaften, Leistungsangaben oder Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten ist ausschließlich der jeweilige Anbieter verantwortlich. Redaktionelle Bearbeitungen durch das Presseportal Bruchmann – etwa zur sprachlichen Strukturierung, Kürzung oder technischen Aufbereitung für digitale Veröffentlichungen, ändern nichts an der inhaltlichen Verantwortung des Herstellers.
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