Exklusive Partnerschaft
Winnenden, April 2026 – Die elektrische Unkrautbeseitigung wurde bislang überwiegend in der Landwirtschaft auf großen Schleppern eingesetzt. Im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft machen die Group Verschueren (Belgien) und Kärcher diese Technologie jetzt erstmals für Kommunen und professionelle Dienstleister verfügbar.
Mit dem System CityZAS wird Unkraut nicht nur oberirdisch entfernt, sondern bis in die Wurzel behandelt. Dadurch stirbt die Pflanze vollständig ab und treibt nicht erneut aus. Je nach Einsatzbereich reichen zwei bis drei Behandlungen pro Jahr aus.
Da weder Chemikalien noch Wasser benötigt werden, arbeitet das Verfahren ressourcenschonend. Gleichzeitig entfallen wartungsintensive Komponenten wie Pumpen oder vergleichbare Verschleißteile. Dadurch können sowohl Wartungsaufwand als auch Betriebskosten reduziert werden.

Bildrechte: © Kärcher
Strom wirkt bis in die Wurzel
Das Anbaugerät CityZAS kann mit den Geräteträgern der Holder C-Reihe sowie dem MIC 42 von Kärcher Municipal eingesetzt werden.
Das System besteht aus einem Generator mit einer Spannung von bis zu 8.000 Volt sowie einem vorne montierten Applikator. Innerhalb des Arbeitsbereichs fließt elektrischer Strom zwischen flexibel aufgehängten Metallstreifen, die als Plus- und Minuspol dienen.
Berührt eine Pflanze diesen Bereich, wird der Strom über die in ihr enthaltene Flüssigkeit durch Stängel, Blätter und Wurzeln geleitet. Dabei wird die Zellstruktur zerstört, sodass die Pflanze vollständig abstirbt. Pflanzenreste können anschließend auf der Fläche verbleiben oder mit einer Kehrmaschine entfernt werden.

Integrierte Sicherheit
Während des Einsatzes muss rund um die Maschine ein Sicherheitsabstand von drei Metern eingehalten werden.
Ein KI-gestütztes 360-Grad-Kamerasystem erkennt Personen, die sich dem Arbeitsbereich nähern. Wird eine Person erfasst, stoppt das System automatisch. Zusätzlich erhalten Anwender von der Group Verschueren eine Schulung für den sicheren und fachgerechten Einsatz des CityZAS.
Zwei Arbeitsbreiten verfügbar
Das Anbaugerät wird in zwei Varianten angeboten:
- CityZAS 80 mit 80 Zentimetern Arbeitsbreite für den MIC 42
- CityZAS 120 mit 120 Zentimetern Arbeitsbreite für die Holder C-Reihe
Die elektrischen Komponenten stammen vom Schweizer Unternehmen Zasso. Die Group Verschueren integriert die Technik in die jeweiligen Geräteträger beziehungsweise Kehrmaschinen.

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Handgeräte für schwer zugängliche Bereiche
Für Bereiche, die mit dem Anbaugerät nicht erreichbar sind, stehen zwei Handgeräte zur Verfügung.
XPH
Dieses Handgerät arbeitet nach demselben elektrischen Prinzip wie das Anbaugerät.
XPI
Dieses Modell wird mehrere Sekunden direkt an die Pflanze gehalten und eignet sich besonders für gezielte Einzelbehandlungen.
Technische Daten
| Merkmal | CityZAS 80 | CityZAS 120 |
|---|---|---|
| Elektrische Spannung | 8.000 V | 8.000 V |
| Ausgangsstrom | 1,5 A | 2,25 A |
| Leistung | 12 kW | 18 kW |
| Arbeitsbreite | 800 mm | 1.200 mm |
| Arbeitsgeschwindigkeit | 1–3 km/h | 0,5–4 km/h |
| Hydraulikleistung | 60 l/min bei 200 bar | 70 l/min bei 210 bar |
| Abmessungen | 3.500 × 1.070 × 1.980 mm | 4.900 × 1.500 × 2.600 mm |
| Umgebungstemperatur | +5 bis +40 °C | +5 bis +40 °C |
| Schutzart | IP44 | IP44 |
| Sicherheitsbereich | 3 m | 3 m |
FAQs
Was ist der Vorteil der elektrischen Unkrautbeseitigung?
Die Methode zerstört das Unkraut bis in die Wurzel. Dadurch sind häufig nur zwei bis drei Behandlungen pro Jahr erforderlich.
Werden Chemikalien oder Wasser benötigt?
Nein. Das Verfahren arbeitet ausschließlich mit elektrischer Energie und kommt ohne Herbizide sowie ohne Wasser aus.
Für welche Fahrzeuge ist CityZAS erhältlich?
Das System ist für die Holder C-Reihe sowie den Kärcher Municipal MIC 42 verfügbar.
Wie funktioniert die Behandlung?
Elektrischer Strom wird über den Kontakt mit der Pflanze bis in die Wurzel geleitet. Dadurch wird die Zellstruktur zerstört und die Pflanze stirbt vollständig ab.
Welche Sicherheitsmaßnahmen besitzt das System?
Ein KI-gestütztes 360-Grad-Kamerasystem überwacht den Arbeitsbereich. Erkennt das System eine Person innerhalb der Sicherheitszone, wird der Betrieb automatisch gestoppt.
Gibt es Lösungen für schwer zugängliche Bereiche?
Ja. Mit den Handgeräten XPH und XPI lassen sich auch Flächen behandeln, die mit dem Anbaugerät nicht erreichbar sind.
Wie oft muss die Fläche behandelt werden?
Je nach Bewuchs reichen in vielen Fällen zwei bis drei Anwendungen pro Jahr aus.
Wer liefert die Technik?
Die elektrischen Komponenten stammen von Zasso (Schweiz). Die Integration in die Geräteträger übernimmt die Group Verschueren in Zusammenarbeit mit Kärcher.







