Kärcher reinigt Außenbereiche des Marmorsaals in Stuttgart

Mit heißem Dampf entfernt ein Kärcher-Reinigungsexperte biogenen Bewuchs von der steinernen Balustrade an der Treppenanlage des Marmorsaals. (Bild: Kärcher)

Schonende Dampfreinigung entfernt Algen, Flechten und Moose vom Travertin

Kärcher hat Anfang August mit der kostenlosen Reinigung von Teilen des Marmorsaals im Stuttgarter Weißenburgpark begonnen. Im Rahmen seines Kultursponsorings befreit ein Expertenteam die Außenfassade, die Treppe, die Balustrade der Terrasse sowie die mehr als zehn Meter hohe Säule von Algen, Flechten und Moosen. Zum Schutz des empfindlichen Travertins kommen Heißwasser-Hochdruckreiniger in der Dampfstufe bei niedrigem Druck zum Einsatz.

Der Weißenburgpark liegt in Stuttgarter Halbhöhenlage und bietet einen weiten Blick über die Stadt. Im Zentrum der historischen Parkanlage befindet sich der denkmalgeschützte Marmorsaal, der heute unter anderem für Konzerte, Hochzeiten und andere Veranstaltungen genutzt wird.

Auf den Außenflächen des klassizistischen Bauwerks hatte sich biogener Bewuchs in Form von Algen, Flechten und Moosen gebildet. Da diese Ablagerungen dem Travertin langfristig schaden können, soll die fachgerechte Reinigung zum Erhalt der historischen Bausubstanz beitragen.

„Umso wichtiger ist es, dieses kulturelle Erbe zu pflegen und für kommende Generationen zu bewahren“, sagt Karola Ortmann, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes der Landeshauptstadt Stuttgart. Sie dankt Kärcher für den Beitrag zum Erhalt des Marmorsaals.

Dampfreinigung bei niedrigem Druck

Für die Reinigung setzt Kärcher zwei Heißwasser-Hochdruckreiniger in der Dampfstufe ein. Der Arbeitsdruck beträgt nach Angaben des Unternehmens lediglich 0,5 bis 1 bar. Der etwa 95 Grad Celsius heiße Dampf löst den Bewuchs, ohne die empfindliche Oberfläche des hellen Kalksteins unnötig mechanisch zu belasten.

„So können wir den Stein bei niedrigem Druck von 0,5 bis 1 bar besonders schonend reinigen“, erklärt Thorsten Möwes, verantwortlicher Reinigungsexperte bei Kärcher. Laut Kärcher tötet die hohe Temperatur zudem Sporen im Stein ab und kann dadurch einen erneuten Bewuchs deutlich verzögern.

Das Reinigungsteam besteht aus zwei Personen. Für die Arbeiten an Fassade, Treppe, Balustrade und Säule war ein Zeitraum von bis zu zwei Wochen vorgesehen.

Bei niedrigem Druck wird eine steinerne Figur an der Treppenanlage von Algen, Flechten und Moosen befreit. (Foto: Johannes Peter Vogt/Kärcher)

Bestandteil der Stuttgarter Sauberkeitsoffensive

Die Reinigung der denkmalgeschützten Anlage ist Teil der Sauberkeitsoffensive der Landeshauptstadt Stuttgart. Nach dem Marmorsaal soll im Herbst 2026 als weiteres Objekt die historische Eisenbahnbrücke am Eingang zum Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt folgen. Die Brücke erinnert an die Eingemeindung Cannstatts im Jahr 1905.

Marmorsaal entstand unter einem Tennisplatz

Der Marmorsaal im Weißenburgpark wurde zwischen 1912 und 1913 auf Initiative des Industriellen und Antikenforschers Ernst von Sieglin errichtet. Ursprünglich wünschten sich seine Kinder einen Tennisplatz. Von Sieglin nutzte den darunter entstehenden Raum für einen festlichen Gartensaal mit vorgelagerter Terrasse.

Nach fachkundigen Renovierungen in den 1990er-Jahren dient das klassizistische Bauwerk heute vor allem als Veranstaltungsort für Konzerte, Hochzeiten und andere Feierlichkeiten.

Mehr als 300 Denkmäler weltweit gereinigt

Kärcher hat nach eigenen Angaben seit 1980 weltweit mehr als 300 Denkmäler im Rahmen seines Kultursponsorings restauratorisch gereinigt. Zu den bisherigen Projekten gehören unter anderem die Kolonnaden des Petersplatzes in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro, die Memnonkolosse im ägyptischen Luxor, die Hufeisentreppe des Schlosses Fontainebleau und der Obelisk auf der Place de la Concorde in Paris.

Die Arbeiten erfolgen jeweils in Zusammenarbeit mit Denkmalschützern, Restauratoren und Kunsthistorikern.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bereiche des Marmorsaals reinigt Kärcher?

Das Expertenteam reinigt die Außenfassade, die Treppe, die Balustrade der Terrasse sowie die mehr als zehn Meter hohe Säule des Marmorsaals.

Wie wird der Travertin gereinigt?

Kärcher setzt zwei Heißwasser-Hochdruckreiniger in der Dampfstufe ein. Der etwa 95 Grad Celsius heiße Dampf wird bei einem niedrigen Druck von 0,5 bis 1 bar eingesetzt.

Warum ist ein niedriger Arbeitsdruck wichtig?

Der geringe Druck reduziert die mechanische Belastung der empfindlichen historischen Steinoberfläche. Die Verschmutzungen werden vor allem durch die hohe Temperatur des Dampfes gelöst.

Welcher Bewuchs wird entfernt?

Entfernt werden Algen, Flechten und Moose. Laut Kärcher wirkt die hohe Temperatur außerdem auf im Stein vorhandene Sporen und kann einen erneuten Bewuchs verzögern.

Was ist das Kärcher-Kultursponsoring?

Kärcher reinigt seit 1980 weltweit bedeutende Denkmäler kostenlos. Die Arbeiten werden mit Fachleuten aus Denkmalschutz, Restaurierung und Kunstgeschichte abgestimmt.

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Unternehmen Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH
Fachbereich Architekten & Planer
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