Bruchmann Insight: Was eine Fußmatte im Eingangsbereich leisten muss
Eine Eingangsmatte soll Schmutz und Feuchtigkeit von Schuhsohlen aufnehmen. Für ihre Auswahl zählen deshalb der Einsatzort, die Größe der Mattenfläche und die Nutzung des Gebäudes. Dieser Bruchmann Insight ordnet die Planungsfragen ein und zeigt anhand von Fußmattensystemen der fuma Hauszubehör GmbH aus Karlsbad, wie sich unterschiedliche Aufgaben im Eingangsbereich verbinden lassen.
Die Planung beginnt mit dem Weg ins Gebäude
Welche Wege nehmen Besucher tatsächlich? Liegt der Eingang offen zur Witterung oder unter einem Vordach? Wird die Fläche ausschließlich begangen oder auch mit Transportwagen befahren? Solche Fragen sollten vor der Auswahl eines Mattensystems beantwortet werden.
Die redaktionelle Empfehlung lautet: Zunächst die Nutzung beschreiben, dann Material und Ausführung auswählen. Für Architekten, kommunale Gebäudeverantwortliche und ausführende Fachbetriebe ergibt sich daraus eine gemeinsame Planungsaufgabe. Neben der sichtbaren Oberfläche sollten auch Einbau, Zugänglichkeit für die Reinigung und spätere Wartung berücksichtigt werden.
Grobschmutz, Feinschmutz und Feuchtigkeit brauchen unterschiedliche Lösungen
fuma beschreibt für seine Eingangsmattensysteme eine Aufteilung in drei Sauberlaufzonen. Im Außenbereich sollen geeignete Gummi- und Bürstenprofile groben Schmutz von den Schuhsohlen lösen. Eine Zwischenzone mit Bürstenprofilen dient der weiteren Reinigung. Im Innenbereich sind Ripseinlagen für die Aufnahme von Feinschmutz und Feuchtigkeit vorgesehen.
Rips bezeichnet hier die textilen Einlagen innerhalb der Aluminiumprofile. Die unterschiedlichen Einlagen übernehmen damit verschiedene Aufgaben innerhalb des Systems. Aus Planungssicht sollte deshalb zuerst geklärt werden, wo welche Verschmutzung aufgenommen werden soll.
Eine konkrete Kombination bietet fuma beispielsweise mit der Eingangsmatte Top Clean CLASSIC 17 mit Rips und Bürstenleiste an. Laut Produktbeschreibung verbindet sie textile Einlagen zur Feuchtigkeitsaufnahme mit Bürstenleisten zum Entfernen von Schmutz aus den Schuhsohlen. Der Hersteller nennt eine Mattenhöhe von etwa 17 Millimetern und eine Rahmenhöhe von 20 Millimetern. Das System ist aufrollbar; Sonderformen sind auf Anfrage möglich. Diese Angaben gelten für die genannte Ausführung.
Die Länge der Sauberlaufzone muss zur Nutzung passen
Für Arbeitsstätten konkretisiert die ASR A1.5 „Fußböden“ die Anforderungen an Gebäudeeingänge. Abschnitt 6 Absatz 3 beschreibt Sauberlaufzonen, deren Länge, Breite und Material auf den erwarteten Personenverkehr abgestimmt sind. Für die Sauberlaufzone innerhalb des Gebäudes nennt die Regel mindestens 1,5 Meter in Laufrichtung über die gesamte Durchgangsbreite. Außerdem müssen die Zonen gegen Verrutschen gesichert sein und dürfen keine Stolperstellen bilden.
Dieses Mindestmaß ist von einer projektspezifischen Auslegung zu unterscheiden. fuma empfiehlt für seine Systeme je nach Schmutzaufnahme und Begehung Mattenlängen von drei bis fünf, sechs bis sieben oder acht bis zehn Metern. Das sind Herstellerempfehlungen, keine allgemein verbindlichen Maße für jeden Gebäudeeingang.
Auch das Präventionsportal „Sichere Schule“ weist darauf hin, dass bei stark frequentierten Hauptzugängen eine deutlich größere Tiefe erforderlich sein kann.
Für die Planung folgt daraus: Die verfügbare Fläche sollte frühzeitig geprüft werden. Eine Mattenfläche, die im Grundriss vorgesehen ist, aber außerhalb des üblichen Laufwegs liegt, erfüllt das Planungskonzept nicht.
Einbau und Befahrbarkeit gehören in die Leistungsbeschreibung
fuma unterscheidet seine Aluprofilmatten unter anderem nach Aufbauhöhe und Befahrbarkeit. Welche Ausführung für Personenverkehr oder Anlieferungen infrage kommt, hängt nach Herstellerangaben von Obermaterial, Frequentierung und den jeweiligen baulichen Anforderungen ab. Rahmen und Matten werden auf Wunschmaß gefertigt; bei Sonderformen können ein Aufmaß oder Schablonen erforderlich sein.
Für die Ausschreibung empfiehlt sich deshalb eine konkrete Beschreibung: Einsatzort, Abmessungen, Aufbauhöhe, Einlagen, erwartete Belastung und Anschluss an den Bodenbelag. Bei einem bestehenden Eingang sollten auch der vorhandene Rahmen und die verfügbare Einbautiefe geprüft werden.
Ein bündiger Übergang zum angrenzenden Bodenbelag ist eine Möglichkeit, Stolperstellen zu vermeiden. Die ASR A1.5 nennt diesen Einbau ausdrücklich als Beispiel. Für die barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten verweist sie zusätzlich auf die ASR V3a.2. Eine konkrete Ausführung sollte daher anhand der Anforderungen des jeweiligen Projekts ausgewählt werden.
Die Reinigung gehört zum Betriebskonzept
fuma empfiehlt für die regelmäßige Pflege seiner beschriebenen Mattensysteme das Absaugen der Oberfläche. Bei eingelassenen, aufrollbaren Systemen lässt sich außerdem der unter der Matte gesammelte Schmutz aus dem Mattenbett entfernen. Die Reinigungshäufigkeit richtet sich nach Begehung und Verschmutzung. Für einzelne Einlagen bietet der Hersteller Ersatz an.
Für Gebäudeverantwortliche ergibt sich daraus eine praktische Prüffrage: Kann das Reinigungspersonal die Matte anheben, den Untergrund erreichen und die vorgesehenen Arbeiten ausführen? Zugänglichkeit und Handhabung sollten bereits bei der Auswahl besprochen werden.
Für eine wirtschaftliche Bewertung empfiehlt es sich, den tatsächlichen Reinigungsaufwand zu dokumentieren und auch die Pflege des Mattensystems einzubeziehen. Einsparungen sollten anhand dieser Betriebsdaten beurteilt werden.
Bruchmann Insight: Die passende Lösung entsteht aus dem Nutzungskonzept
Unsere redaktionelle Einordnung: Bei Eingangsmatten sollten Gestaltung und Funktion gemeinsam betrachtet werden. Die Auswahl beginnt bei den Laufwegen und reicht über Material, Abmessungen und Einbau bis zur Reinigung im Alltag.
Die Systeme von fuma veranschaulichen, wie sich Einlagen und Ausführungen auf unterschiedliche Aufgaben abstimmen lassen. Entscheidend bleibt die konkrete Planung des Eingangs. Weitere Unternehmensinformationen finden sich im Firmenprofil der fuma Hauszubehör GmbH beim Verlag Bruchmann.
FAQ: Fußmatten und Sauberlaufzonen
Was ist eine Sauberlaufzone?
Eine Sauberlaufzone ist eine Fläche im Eingangsbereich, die Schmutz und Feuchtigkeit von Schuhsohlen aufnehmen soll. Sie kann aus mehreren aufeinander abgestimmten Mattenbereichen bestehen.
Wie lang sollte eine Eingangsmatte sein?
Die Länge hängt vom Personenverkehr und der erwarteten Verschmutzung ab. Für Sauberlaufzonen innerhalb von Arbeitsstätten nennt die ASR A1.5 mindestens 1,5 Meter in Laufrichtung über die gesamte Durchgangsbreite. Je nach Nutzung kann eine größere Fläche erforderlich sein.
Sind alle Fußmatten für den Außenbereich geeignet?
Die Eignung muss für die konkrete Ausführung geprüft werden. fuma nennt für den Außenbereich unter anderem Gummiprofile, Bürstenprofile und Bürstenleisten.
Worauf kommt es bei der Reinigung an?
Oberfläche und gegebenenfalls Mattenbett müssen zugänglich sein. Reinigungsverfahren und Intervalle sollten mit den Pflegehinweisen des Herstellers und der tatsächlichen Verschmutzung abgestimmt werden.
Quellen und weiterführende Informationen
- Ausschuss für Arbeitsstätten: ASR A1.5 „Fußböden“, Ausgabe März 2022, zuletzt geändert am 23. Mai 2025.
- DGUV / Unfallkasse NRW: Eingangsbereiche und Fußböden im Präventionsportal „Sichere Schule“.
- fuma Hauszubehör GmbH: Herstellerinformationen zu Sauberlaufzonen, Planung und Ausführung sowie Reinigung und Pflege.
- fuma Hauszubehör GmbH: Produktangaben zu Top Clean CLASSIC 17 mit Rips und Bürstenleiste.
Internetquellen geprüft am 7. Oktober 2026. Bei den Herstellerseiten und „Sichere Schule“ ist kein Veröffentlichungsdatum angegeben.







