Vormontierte Befestigung für PV-Unterkonstruktionen: In zwei eigenen Montagevergleichen ermittelte der Hersteller rund 30 Prozent Zeitersparnis gegenüber den eingesetzten Vergleichssystemen.
Die Fleck GmbH aus Datteln bietet mit der Solar-Trägerpfanne eine Befestigungslösung für PV-Unterkonstruktionen auf Steildächern an. Das Produkt kombiniert eine zur Dacheindeckung passende Pfanne mit einer vormontierten, einstellbaren Edelstahlhalterung. Benachbarte Dachpfannen müssen nach Herstellerangaben beim Einbau nicht mechanisch nachbearbeitet werden. Wie sich das auf den Zeitbedarf auswirken kann, hat Fleck in zwei eigenen Montagevergleichen untersucht. Die veröffentlichten Ergebnisse beziehen sich auf die jeweiligen Versuchsaufbauten und lassen sich nicht pauschal auf die vollständige Installation einer Photovoltaikanlage übertragen.

Montagevergleiche im Neubau und im Bestand
Für die Vergleiche setzte Fleck nach eigenen Angaben zwei Dachdecker ein, die zuvor keine Erfahrung mit der Solar-Trägerpfanne hatten. Das Unternehmen dokumentierte die Montage in Videos, die auf seiner Internetseite verlinkt sind.
Beim Vergleich auf einem Neubaudach wurden nach Herstellerangaben gleich große Dachflächen mit zehn Solar-Trägerpfannen beziehungsweise 15 handelsüblichen Dachhaken ausgestattet. Die Montage der Solar-Trägerpfannen dauerte rund 19 Minuten, die der Dachhaken rund 27 Minuten. Bezogen auf die Montagezeit der Dachhaken entspricht die Differenz von acht Minuten einer Einsparung von rund 29,6 Prozent.
In einem weiteren Vergleich auf einem Bestandsdach standen rund 25 Minuten für die Fleck-Lösung rund 36 Minuten für ein Vergleichsprodukt aus Metall gegenüber. Die Differenz von elf Minuten entspricht rund 30,6 Prozent der Montagezeit des Vergleichsprodukts.
Die Angabe „rund 30 Prozent Zeitersparnis“ beschreibt damit die Ergebnisse dieser beiden Herstellerversuche. Beim Neubauvergleich wurden unterschiedliche Stückzahlen eingesetzt. Für die Übertragung auf ein konkretes Bauvorhaben sind deshalb neben dem Montageablauf auch die erforderliche Anzahl und Anordnung der Befestigungspunkte sowie die statischen Anforderungen zu berücksichtigen. Die gemessenen Zeiten beziehen sich auf die verglichenen Montageabläufe, nicht auf die vollständige Installation einer Photovoltaikanlage.
Pfanne aus Hart-PVC, Halterung aus Edelstahl
Nach dem technischen Datenblatt besteht die Solar-Trägerpfanne aus Spezial-Hart-PVC. Die außenliegende Montageaufnahme wird aus V2A-Edelstahl gefertigt. Rückseitig befinden sich eine lastabtragende Trägerplatte und ein Z-Profil aus verzinktem Stahl.
Die Edelstahlhalterung bietet eine Montagefläche mit Langlöchern zur Befestigung geeigneter PV-Montageschienen. Höhe und Neigung des VA-Trägers sind einstellbar. Je nach Unterkonstruktion ist eine vertikale oder horizontale Montage möglich.
Für unterschiedliche Dacheindeckungen bietet Fleck verschiedene Pfannenformen und Farbausführungen an. Ein konstruktives Merkmal ist die Montage ohne Schneiden, Flexen oder Abschlagen benachbarter Dachpfannen. Damit entfällt dieser Bearbeitungsschritt beim Einbau der Trägerpfanne.

Einhängen, verschrauben und Unterkonstruktion befestigen
Die Solar-Trägerpfanne wird sparrenunabhängig auf der Trag- und Zusatzlattung montiert. Zunächst ist eine Zusatzlatte in der Qualität der vorhandenen Traglattung einzubauen. Deren Position richtet sich nach dem Pfannenmodell, den Verlegehinweisen und den Anforderungen des statischen Nachweises.
Anschließend wird die Trägerpfanne mithilfe des rückseitigen Z-Profils an der Zusatzlatte eingehängt und mit den mitgelieferten Schrauben an der Dachlatte fixiert. Nach dem Wiedereindecken der umliegenden Dachpfannen lässt sich die Schienen-Unterkonstruktion mit geeigneten Haltern und Schrauben auf den Edelstahlstützen befestigen. Dabei sind die Vorgaben des jeweiligen Systemherstellers zu beachten.

Statischer Nachweis bleibt erforderlich
Die sparrenunabhängige Positionierung ersetzt keine statische Planung. Laut Fleck ist der statische Nachweis für die Aufdach-Solaranlage auf Grundlage der Herstellerangaben durch ein geeignetes Ingenieur- beziehungsweise Statikbüro zu führen. Das Datenblatt nennt einen vorgesehenen Einsatzbereich bei Dachneigungen von 10 bis 60 Grad; bei abweichenden Neigungen ist der Hersteller zu kontaktieren.
Für Dachdeckerbetriebe liegt der mögliche Nutzen des Systems im vormontierten Aufbau, der einstellbaren Halterung und dem Entfall der Nachbearbeitung benachbarter Dachpfannen. Welcher Zeit- und Kostenvorteil sich daraus im einzelnen Projekt ergibt, muss anhand der jeweiligen Dach- und Anlagenplanung beurteilt werden.

FAQ:
Worauf beziehen sich die rund 30 Prozent Zeitersparnis?
Die Angabe stammt aus zwei Montagevergleichen von Fleck. Verglichen wurden die Montagezeiten der Solar-Trägerpfanne mit handelsüblichen Dachhaken beziehungsweise einem Vergleichsprodukt aus Metall. Die Werte gelten für die untersuchten Abläufe und sind keine pauschale Aussage zur gesamten PV-Installation.
Aus welchem Material besteht die Solar-Trägerpfanne?
Die Pfanne besteht laut technischem Datenblatt aus Spezial-Hart-PVC. Die außenliegende Montageaufnahme ist aus V2A-Edelstahl gefertigt, die rückseitige Trägerplatte und das Z-Profil bestehen aus verzinktem Stahl.
Müssen benachbarte Dachpfannen bearbeitet werden?
Nach Herstellerangaben ist beim Einbau keine mechanische Nachbearbeitung der benachbarten Dachpfannen erforderlich. Die Trägerpfanne wird über ein Z-Profil an einer Zusatzlatte eingehängt und zusätzlich verschraubt.
Ist trotz sparrenunabhängiger Montage ein statischer Nachweis notwendig?
Ja. Die Positionierung auf der Lattung ersetzt den statischen Nachweis der Aufdach-Solaranlage nicht. Zusatzlattung, Befestigung und Unterkonstruktion müssen entsprechend den Verlegehinweisen und den statischen Anforderungen ausgeführt werden.
Alle Quellen: Fleck GmbH; abgerufen am 21.10.2026.
- Montagevergleiche und Zeitangaben, ohne ausgewiesenes Veröffentlichungsdatum.
- Technisches Datenblatt – Solar-Trägerpfanne, Stand August 2026.
- Produktbeschreibung – Solar-Trägerpfanne mit einstellbarer VA-Halterung, ohne ausgewiesenes Veröffentlichungsdatum.
- Einbauanleitung – Solar-Trägerpfanne, Stand März 2024.







