E-Modul-Durchlauferhitzer ISX für den verdeckten Einbau. Warmwasserbereitung in die Gebäudetechnik integrieren.
Der E-Modul-Durchlauferhitzer ISX von CLAGE ist für die verdeckte Installation in Vorwandkonstruktionen, Trockenbauwänden, abgehängten Decken oder Badmöbeln ausgelegt. Über eine Modbus-RTU-Schnittstelle lässt sich das Gerät in die Gebäudeautomation und in Energiemanagementsysteme einbinden. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral und bedarfsgerecht ohne zentralen Warmwasserspeicher.
Der vollelektronisch geregelte Durchlauferhitzer kann eine oder mehrere Entnahmestellen versorgen. Seine Abmessungen von 40,2 × 27,8 × 9,9 Zentimetern ermöglichen einen Einbau außerhalb des direkten Sichtbereichs. Für Wartungsarbeiten muss das Gerät über eine Revisionsöffnung zugänglich bleiben.

Verdeckter Einbau in Wand, Decke oder Badmöbel
Der ISX wurde speziell für die Unterputz- und Vorwandinstallation entwickelt. Zu den möglichen Einbauorten gehören:
- Trockenbau- und Holzständerwände
- Vorwandkonstruktionen
- abgehängte Decken
- geeignete Badmöbel
- Revisionsbereiche im Mauerwerk
Für den Einbau in eine Vorwandinstallation bietet CLAGE optional einen Unterputzschrank mit Revisionsklappe an. Die Warmwasserleitungen können dadurch vergleichsweise kurz zu den angeschlossenen Entnahmestellen geführt werden. Wie schnell das erwärmte Wasser tatsächlich an Dusche, Waschbecken oder Küchenspüle zur Verfügung steht, hängt von der Leitungslänge und der jeweiligen Installation ab.
Anschlussleistung zwischen 18 und 27 Kilowatt einstellbar
Das Multiple Power System MPS ermöglicht es, die maximale Leistungsaufnahme bei der Installation auf 18, 21, 24 oder 27 Kilowatt festzulegen. Der Durchlauferhitzer benötigt einen 400-Volt-Festanschluss. Die erforderliche Anschlussleistung und der Kabelquerschnitt müssen entsprechend der geplanten Warmwasserleistung von einem Fachbetrieb ausgelegt werden.
Abhängig von der eingestellten Leistung erreicht der ISX bei einer Temperaturerhöhung um 28 Kelvin nach Herstellerangaben eine Warmwasserleistung zwischen 9,2 und 13,8 Litern pro Minute. Die Einschaltwassermenge beträgt 1,5 Liter pro Minute.
Die dynamische Durchflussmengenregelung SERVOTRONIC passt den Wasserdurchfluss an die verfügbare Leistung an. Dadurch soll die eingestellte Auslauftemperatur auch dann gehalten werden, wenn die gewünschte Wassermenge die verfügbare Heizleistung überschreitet.
Montage ohne Abnehmen der Gerätehaube
Nach Angaben von CLAGE erfolgen die Wandmontage und der Elektroanschluss, ohne dass zuvor die Gerätehaube abgenommen werden muss. Frei zugängliche Wasseranschlüsse mit ½-Zoll-Außengewinde und ein integriertes Absperrventil sollen die Installation erleichtern.
Die maximale Zulauftemperatur beträgt 70 °C. Damit eignet sich das Gerät auch für die Nacherwärmung von bereits vorgewärmtem Wasser, beispielsweise in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage oder einer anderen vorgeschalteten Wärmequelle.

Einbindung über Modbus RTU
Über die integrierte Modbus-RTU-Schnittstelle kann der ISX mit einer übergeordneten Gebäudeleittechnik oder einem Energiemanagementsystem kommunizieren. Damit lässt sich die Warmwasserbereitung in ein gebäudeweites Lastmanagement einbeziehen.
Ein Energiemanagement kann beispielsweise die für die Warmwasserbereitung verfügbare elektrische Leistung an die aktuelle Netzbelastung anpassen. Wird die Leistung begrenzt, kann die Gerätesteuerung den Wasserdurchfluss reduzieren, um die eingestellte Auslauftemperatur möglichst aufrechtzuerhalten. Die konkrete Funktion hängt von der Planung, Programmierung und Einbindung des Gerätes in das jeweilige Gebäudeautomationssystem ab.
Verbrauchswerte und Einstellungen lassen sich über die mitgelieferte E-Paper-Fernbedienung FX Next abrufen beziehungsweise verändern. Darüber hinaus verfügt der ISX über WLAN und Bluetooth und kann über die App „Smart Control“ mit einem Smartphone oder Tablet verbunden werden.
Bildunterschrift: Über die Modbus-RTU-Schnittstelle lässt sich der ISX in die Gebäudeautomation und in ein übergeordnetes Energiemanagement einbinden.
Dezentrale Warmwasserbereitung als Planungsoption
Der ISX erwärmt das Trinkwasser erst bei der Entnahme. Ein zentraler Warmwasserspeicher sowie dauerhaft warmgehaltene Zirkulationsleitungen können bei einer vollständig dezentral geplanten Warmwasserversorgung entfallen. Dadurch lassen sich Speicher- und Zirkulationsverluste vermeiden.
In Gebäuden mit Wärmepumpe kann die getrennte Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser zudem Betriebsphasen mit höheren Vorlauftemperaturen reduzieren. Die Wärmepumpe kann sich in einem solchen Anlagenkonzept auf die Raumheizung mit niedrigeren Systemtemperaturen konzentrieren. Ob und in welchem Umfang dadurch Energie eingespart oder die Wärmepumpe kleiner dimensioniert werden kann, hängt unter anderem vom Gebäudestandard, der Heizlast, dem Warmwasserbedarf, den Leitungslängen und dem gewählten Vergleichssystem ab.
Auch die Anforderungen an die Untersuchung auf Legionellen richten sich nach der gesamten Trinkwasserinstallation und der Gebäudenutzung. Wird durch die dezentrale Warmwasserbereitung auf eine zentrale Großanlage im Sinne der Trinkwasserverordnung verzichtet, kann die daran geknüpfte regelmäßige Untersuchungspflicht entfallen. Dies muss für das jeweilige Gebäude und Anlagenkonzept geprüft werden.

Elektrische Warmwasserversorgung ohne zentralen Speicher
Mit dem ISX bietet CLAGE einen vollelektronisch geregelten Durchlauferhitzer an, der speziell auf den verdeckten Einbau und die Einbindung in vernetzte Gebäudekonzepte ausgerichtet ist. Neben der variabel einstellbaren Anschlussleistung gehören die Modbus-RTU-Schnittstelle, die dynamische Durchflussregelung sowie die Steuerung per Fernbedienung oder App zu den wesentlichen Produkteigenschaften.
Weitere Informationen zum Gerät stellt CLAGE auf der Produktseite des E-Modul-Durchlauferhitzers ISX bereit.
Ein Installationsvideo zum CLAGE ISX zeigt den Einbau und die Anschlusssituation.
FAQ
Wo kann der CLAGE ISX eingebaut werden?
Der E-Modul-Durchlauferhitzer ist für die verdeckte Installation in Vorwandkonstruktionen, Trockenbauwänden, abgehängten Decken und geeigneten Badmöbeln ausgelegt. Das Gerät muss für Wartungsarbeiten über eine Revisionsöffnung erreichbar bleiben.
Welche elektrische Leistung bietet der ISX?
Über das Multiple Power System kann die maximale Anschlussleistung bei der Installation auf 18, 21, 24 oder 27 Kilowatt eingestellt werden. Der ISX benötigt einen 400-Volt-Festanschluss.
Wie viel Warmwasser kann der ISX bereitstellen?
Bei einer Temperaturerhöhung um 28 Kelvin beträgt die Warmwasserleistung nach Herstellerangaben je nach eingestellter Anschlussleistung zwischen 9,2 und 13,8 Litern pro Minute.
Kann der ISX in die Gebäudeautomation eingebunden werden?
Ja. Der Durchlauferhitzer besitzt eine Modbus-RTU-Schnittstelle und kann darüber mit einer Gebäudeleittechnik oder einem Energiemanagementsystem verbunden werden. Die Funktionen hängen von der jeweiligen Planung und Programmierung ab.
Wie wird der Durchlauferhitzer bedient?
Die Bedienung erfolgt über die mitgelieferte E-Paper-Fernbedienung FX Next. Zusätzlich kann der ISX über WLAN oder Bluetooth mit der App „Smart Control“ auf einem Smartphone oder Tablet verbunden werden.
Spart die dezentrale Warmwasserbereitung 40 Prozent Energie?
Eine pauschale Einsparung von 40 Prozent lässt sich ohne definierten Referenzfall nicht ableiten. Dezentrale Durchlauferhitzer können Speicher- und Zirkulationsverluste vermeiden. Die tatsächliche Energiebilanz hängt jedoch vom Gebäude, dem Warmwasserverbrauch, den Leitungslängen, dem Wärmeerzeuger und der Vergleichsanlage ab.
Entfällt bei dezentralen Durchlauferhitzern die Legionellenprüfung?
Die Untersuchungspflicht richtet sich nach der Trinkwasserverordnung und der gesamten Installation. Wenn keine untersuchungspflichtige zentrale Großanlage zur Trinkwassererwärmung vorhanden ist, kann die daran geknüpfte regelmäßige Untersuchungspflicht entfallen. Das muss im Einzelfall geprüft werden.







