Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kann bei fachgerechter Planung und Nutzung dazu beitragen, Feuchtigkeitsspitzen zu reduzieren, das Schimmelrisiko zu mindern und Lüftungswärmeverluste zu begrenzen.
Lahr, Juni 2026. Energetische Sanierungen können den Heizwärmebedarf eines Wohngebäudes senken, etwa durch neue Fenster und eine besser gedämmte Gebäudehülle. Gleichzeitig verändert sich der natürliche Luftaustausch. Wird die beim Wohnen entstehende Feuchtigkeit nicht ausreichend abgeführt, kann sie sich an kühleren Bauteilen niederschlagen und das Risiko von Schimmelbildung erhöhen.
Schimmel kann sich beispielsweise hinter Möbeln, in Raumecken oder an Wärmebrücken bilden. Neben möglichen Schäden an der Bausubstanz kann er die Raumluftqualität beeinträchtigen. Bereits bei der Planung einer Renovierung sollte deshalb berücksichtigt werden, wie ein ausreichender, nutzungs- und gebäudegerechter Luftaustausch sichergestellt werden kann.

Kontrollierte Wohnraumlüftung unterstützt den Luftaustausch
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ermöglicht einen regelmäßigen, geplanten Luftaustausch. Feuchtigkeit, verbrauchte Luft sowie Gerüche und andere Luftverunreinigungen können abgeführt werden, während gefilterte Außenluft in das Gebäude gelangt. Bei fachgerechter Planung, Auslegung, Einregulierung, Wartung und Nutzung kann dies dazu beitragen, Feuchtigkeitsspitzen zu reduzieren und das Risiko von Schimmelbildung zu mindern.
Insbesondere nach einer energetischen Modernisierung kann eine kontrollierte Wohnraumlüftung zu einer gleichmäßigeren Luftfeuchte und einem als angenehmer empfundenen Raumklima beitragen. Sie ersetzt jedoch nicht die Prüfung weiterer Ursachen von Feuchte- oder Schimmelschäden, etwa Wärmebrücken, Undichtigkeiten oder Wasserschäden.
Wärmerückgewinnung kann Lüftungswärmeverluste begrenzen
Viele Lüftungssysteme arbeiten mit Wärmerückgewinnung. Dabei wird ein Teil der Wärme aus der Abluft auf die einströmende Außenluft übertragen. Abhängig von Gerät, Wärmebereitstellungsgrad, Luftvolumenstrom, Gebäude, Auslegung und Betrieb kann dies dazu beitragen, Lüftungswärmeverluste zu begrenzen.
Wohnraumlüftung und Wärmepumpe können in einem abgestimmten Gebäude- und Anlagenkonzept kombiniert werden. Welchen Beitrag sie zum Heizenergiebedarf und zum Raumkomfort leisten, hängt unter anderem
Lüftung frühzeitig in die Renovierungsplanung einbeziehen
Damit ein Lüftungskonzept zum Gebäude, zur Nutzung und zum Sanierungsvorhaben passt, sollte die Planung frühzeitig in den Renovierungsprozess einbezogen werden. Dies gilt sowohl für Einfamilienhäuser als auch für Mehrfamilienhäuser. Die konkrete Auslegung sollte durch qualifizierte Fachplaner oder Fachbetriebe erfolgen.
Zur ersten Orientierung stellt Zehnder einen kostenfreien Lüftungsanlagen-Finder bereit. Nach Eingabe weniger Angaben zeigt das Online-Tool mögliche Systemansätze für Wohngebäude mit Wärmerückgewinnung. Die Ergebnisse sind unverbindlich und ersetzen keine objektspezifische Fachplanung oder ein Angebot eines Fachbetriebs.
Weitere Informationen zu Feuchte, Schimmelvorsorge und dem Lüftungsanlagen-Finder stellt Zehnder auf seiner Internetseite bereit. Die dort genannten Produkt- und Leistungsangaben stammen vom Anbieter.
FAQ
Warum entsteht nach einer energetischen Sanierung häufiger Schimmel?
Neue Fenster und eine besser gedämmte Gebäudehülle verändern den Luftaustausch im Gebäude. Wird entstehende Feuchtigkeit nicht ausreichend abgeführt, kann sie sich an kühleren Bauteilen niederschlagen und das Risiko von Schimmelbildung erhöhen. Weitere mögliche Ursachen sind unter anderem Wärmebrücken, Undichtigkeiten, Wasserschäden oder eine nicht ausreichende Beheizung.
Welche Aufgabe übernimmt eine Wohnraumlüftung?
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung ermöglicht einen regelmäßigen Luftaustausch. Sie kann feuchte und verbrauchte Luft abführen und gefilterte Außenluft zuführen. Bei fachgerechter Planung, Auslegung, Einregulierung, Wartung und Nutzung kann sie dazu beitragen, Feuchtigkeitsspitzen zu reduzieren.
Was bedeutet Wärmerückgewinnung?
Bei der Wärmerückgewinnung wird ein Teil der Wärme aus der Abluft auf die einströmende Außenluft übertragen. Dadurch können sich Lüftungswärmeverluste verringern. Der tatsächliche Effekt hängt unter anderem vom Gerät, der Auslegung, dem Luftvolumenstrom, dem Gebäude und dem Betrieb ab.
Für welche Gebäude eignet sich eine Wohnraumlüftung?
Lüftungssysteme können im Neubau sowie bei der Modernisierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden. Ob und welche Lösung geeignet ist, sollte anhand des konkreten Gebäudes und eines Lüftungskonzepts fachlich geprüft werden.
Kann eine Wohnraumlüftung mit einer Wärmepumpe kombiniert werden?
Ja. Eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kann mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. Der Nutzen und die Auslegung sollten im Rahmen eines abgestimmten Gebäude- und Anlagenkonzepts durch qualifizierte Fachleute beurteilt werden.







